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Rar und schön: Oldtimerbesitzer zeigen beim MSC ihre Schätze

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Von: Robert Nolte

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Irene und Helmut Hörnis vor ihrem Cadillac Sixty Special. Als das Prachtstück von den USA nach Bad Vilbel überführt werden sollte, war Helmut Hörnis so aufgeregt, dass er kaum schlafen konnte.	(Foto: nol)
Irene und Helmut Hörnis vor ihrem Cadillac Sixty Special. Als das Prachtstück von den USA nach Bad Vilbel überführt werden sollte, war Helmut Hörnis so aufgeregt, dass er kaum schlafen konnte. (Foto: nol) © Robert-Nolte

Der Nieder-Florstädter Messeplatz bildete am Sonntag den perfekten Rahmen für die Präsentation von über 170 Oldtimern.

Hunderte Schaulustige schlenderten durch die Fahrzeugreihen, die im strahlenden Sonnenschein blitzten und glänzten. Fahrzeugbesitzer und Besucher führten Fachgespräche, tauschten sich über ihre Leidenschaft für alte Autos oder Motorräder aus und erzählten so manche Anekdote über das, was sie beim Kaufen oder Restaurieren erlebt hatten. Auch hatten die stolzen Besitzer ungezählte Fragen zu beantworten, vor allem nach dem Wert eines solchen Liebhaberstückes oder dem Spritverbrauch, der bei den amerikanischen Straßenkreuzern schon mal die 20-Liter-Grenze auf 100 Kilometer übertrifft.

Neben den amerikanischen Modellen bestaunten die Besucher die betagten Motorräder, VW Käfer, einen Cadillac Coupe de Ville, Baujahr 1960, mit 325 PS oder einen Opel Manta, Baujahr 1985, der von Joseph Tauber aus Florstadt frisch restauriert präsentiert wurde. Eine weitere Rarität war ein original US-Police-Car, Baujahr 1997, ausgestattet mit Sirene, Blaulicht und Gewehrhaltern von Joachim Jost aus Altenstadt. Die Oldtimerfreunde Bad Vilbel präsentierten sich mit einem Jaguar MK II, Baujahr 1964, von Rolf Stockbauer, einem Mercedes Benz 280 SL mit 170 PS von Hans-Jürgen Maier und einem Chevrolet Bel Air, Baujahr 1957, von Rolf Knebel.

Frisch restaurierte Zündapp dabei

Eine ganz besondere Rarität, einen Cadillac Sixty Special, hatten Helmut und Irene Hörnis aus Bad Vilbel vorgefahren. Das 5,70 Meter lange Fahrzeug war im Juli 1941 in Michigan/USA gebaut worden, ist mit einen V 8-Motor mit 150 PS ausgestattet und wiegt 1819 Kilogramm. Helmut Hörnis erzählte, dass er nächtelang nicht geschlafen habe, als ihm sein Sohn, der 1980 in die USA ausgewandert ist, dieses Prachtstück überführte – ausgestattet mit einem Cockpit aus edlem Nussholz, einer knallroten Karosserie und edlen Zierleisten aus Chrom.

Bei den Mopeds und Motorrädern stachen besonders die Vespa-Roller, mehrere NSU Quickly und eine frisch restaurierte Zündapp, Baujahr 1974, mit 4,5 PS hervor, die von Jürgen Jäger aus Leidhecken präsentiert wurde.

Als Fundgrube für lang gesuchte Ersatzteile rund um das Oldtimer- und Sammlerhobby erwies sich der reichhaltige Teilemarkt mit vier privaten Anbietern. Das Angebot reichte von Motorteilen über Werkzeuge und Auspuffanlagen über Lampen und Spiegel bis hin zu Fachbüchern und vielem mehr.

Zum fünften Mal hatte der MSC Nieder- Florstadt unter seinem Vorsitzenden Manfred Musch und Sportleiter Udo Forbach zu dem Oldtimertreffen eingeladen. Die Teilnehmer und Besucher lobten die außergewöhnliche Atmosphäre und die großzügige Ausstellungsfläche ebenso wie die gute Bewirtung und Organisation. (Fotos: nol)

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