Neues Gefährt für den Florstädter Nikolaus gesucht

Florstadt (sl). Das erste Adventswochenende gehört in Florstadt traditionell dem Romantischen Weihnachtsmarkt in Nieder-Florstadt. Zwischen Marktplatz und Weitgasse waren über 40 Stände verteilt, an denen den Besuchern ein breites Angebot präsentiert wurde.

Wie in den Vorjahren waren es vorwiegend die Stände der Vereine und Organisationen, die für allerhand Köstlichkeiten sorgten. Aber auch gewerbliche Anbieter wussten den Appetit der Gäste zu stillen. Bürgermeister Herbert Unger hatte die Eröffnung am Samstagnachmittag übernommen und den Helfern gedankt, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen beigetragen hatten. Den Bockbieranstich übernahm am Sonntagvormittag Bernd Kalbhenn. Der Stadtverordnetenvorsteher benötigte keine Dreiviertelstunde, bis das erste Fass am Sonntagvormittag leer gezapft war. Für die musikalische Unterhaltung sorgte erstmals der Musikzugs der Stammheimer Feuerwehr.

Weihnachtlicher gestalteten sich der Auftritt der Wetterauer Marionettenbühne von Christian Nadler oder das Adventsprogramm der Kindertagesstätte "Mikäsch" aus Staden. Weitere musikalische Auftritte boten die Musikabteilung der Sport-Union Nieder-Florstadt und die Musikschule Christian Trupp.

Auch die "Rock’n’Roll-Christmas-Family" mit Renate Gantz-Bopp, Martin Schnur und Gerald Reutzel glänzten mit ihrem Programm, das am dritten Adventssamstag auf dem Weihnachtsmarkt in Altenstadt eine Wiederholung erfahren wird.

Höhepunkt am Samstagabend war die Verlosung der Tombolagewinne, während am Sonntagnachmittag die Ankunft des Nikolauses vor allem die Kinder erfreute. Mit einer Träne im Knopfloch nahm man Abschied von Familie Schumacher, die in den vergangenen zehn Jahren den Nikolaus mit ihren Schlittenhunden chauffiert hatte. Mit Rücksicht auf das Alter ihrer Hunde wollen sie im nächsten Jahr nicht mehr antreten. Nun ist es an Marktmeister Jörg Hebbe, einen neuen fahrbaren Untersatz für den Nikolaus zu finden. Hebbe soll bereits seine Fühler in verschiedene Richtungen ausgestreckt haben.

Zum Publikumsmagneten avancierte wie im Vorjahr der Stand der französischen Gäste aus der Partnerstadt Pléneuf-Val-André, die mit bretonischen Spezialitäten zu gefallen wussten. Einmal mehr zeigten sich die Franzosen, die solche Weihnachtsmärkte in ihrer Heimat nicht kennen, begeistert vom Ambiente des vorweihnachtlichen Markttreibens. Besonders gut an kam dabei der Auftritt des Stammheimer Volkschors unter der Leitung von Dorothea Grebe, der sich spontan um die Marktbude der Franzosen versammelt und sie mit einigen Liedern in französischer Sprache überrascht hatte.

Quelle: Wetterauer Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare