Durch Bewegung Stress vermeiden

Florstadt (cat). "Maßvoll und motiviert mitmachen" war der Aktivtag überschrieben, zu dem kürzlich 80 Teilnehmer in die Turnhalle der Karl-Weigand-Schule gekommen waren. "Stressbewältigung durch Sport" lautete das Thema, das mit einem Vortrag eingeleitet und danach in vier Workshops vermittelt wurde.

In seinem Referat riet Jürgen Schäfer von der Bildungsakademie des Landessportbundes den Teilnehmern, es immer mal wieder ruhiger angehen zu lassen. In seinem Arbeitskreis stellte er dann die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson vor.

Ein Zirkeltraining zur Förderung von Kraft und Stabilität bot Jens Binias im zweiten Arbeitskreis an. Kernpunkt war das sensomotorische Training für die Zielgruppe ab 50 Jahren. Durch die Übungen trage man zur Vorbeugung von Stürzen und Verletzungen vor. In den Vereinen spreche das Training Männer wie Frauen an, die notwendigen Geräte müssten nur in kleinen Stückzahlen angeschafft werden.

Fuß-, Knie- und Hüftbeschwerden widmete sich der Arbeitskreis von Heidi Gumbert, die betonte, dass die freie Beweglichkeit der Hüfte, die Stabilität des Knies und eine möglichst optimale Belastung des Fußes von entscheidender Bedeutung für die Leistungs- und Bewegungsfähigkeit sei. Sie machte außerdem auf Fehlbelastungen durch falsche Achs- und Drehrichtungen der Gelenke aufmerksam, die sich fatal auf das Wohlbefinden auswirken könnten. Durch sanftes Mobilisieren und Dehnen könne man körperlichen Blockaden und Bewegungseinschränkungen auf die Spur kommen.

Zumba war der vierte Arbeitskreis überschrieben. Das Fitness-Workout basiert zum größten Teil auf Musik und Tanzbewegungen aus Lateinamerika. Zumba bereitete den Verantwortlichen um Ursula Gratzfeld, Anke Glashoff und Heike Ludwig-Weber kurzzeitig die größten Sorgen: Referentin Melanie Wittmann de Olivio hatte abgesagt, mit Kerstin Simon aus Düdelsheim wurde jedoch schnell eine Ersatzreferentin gefunden. Sie vermittelte den Teilnehmern die Schritte und Tanzbewegungen, die auf Konditionsverbesserung zielen. Zumba mache Spaß, sei einfach und effektiv, sorge für Muskelaufbau am Po, an den Beinen, Bauch, der Körpermitte und stärke das Herz, betonte die Referentin.

Die Begrüßung hatten Turngauvorsitzende Rosel Schleicher und Bürgermeister Herbert Unger vorgenommen. "Wir unterstützen in Florstadt gerne Aktionen, die den Menschen zugute kommen", begründete Unger sein Kommen. Die Medien seien voll von Stress- und Burn-Out-Meldungen, daher sei das Thema nicht nur interessant, sondern auch zeitgemäß. Schleicher empfahl, viel mitzumachen und viel in die Vereine mitzunehmen. Das empfahl auch Ute Biedenkopf von der ausrichtenden Sport-Union Nieder-Florstadt und machte Werbung für die neue Trainingsgruppe für Demenzkranke und deren Angehörige.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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