Ab 2018

Echzeller Gemeindevertreter stimmen für Gebührenerhöhungen

  • Laura Kaufmann
    VonLaura Kaufmann
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Abfall-, Wasser- und Friedhofsgebühren steigen zum 1. Januar. Darauf haben sich die Echzeller Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Montag einstimmig verständigt.

Die Erhöhung der Müllgebühren wird nötig, weil der Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises die Gebühren angehoben hat. Die Gemeinden legen diese Kosten auf die Einwohner um. Für die Echzeller bedeutet das: Pro Kilogramm Haus- und Sperrmüll werden nun 34 Cent (vorher 23) fällig, pro Kilogramm Bioabfall 11 Cent (vorher 7) und für den Grünabfall 9 Cent (vorher 6).

Die Wasserbenutzungsgebühr steigt um zehn Prozent. Statt 2 Euro pro Kubikmeter müssen nun 2,20 Euro gezahlt werden. Hintergrund sind laut Bürgermeister Wilfried Mogk (parteilos) steigende Kosten der Unterhaltung der Wasserleitung.

2014 hatten sich die Gemeindevertreter letztmalig mit der Höhe der Friedhofsgebühren beschäftigt. »Die Kosten sind nicht mehr deckend, die Gebührenordnung muss daher angepasst werden«, begründete der Rathauschef. Im Haupt- und Finanzausschuss hatte man sich bereits im November zum Thema beraten. Ausschussvorsitzender Hans Herrmann Stete (SPD) berichtete, 2016 habe die Gemeinde 40 000 Euro draufgezahlt. Dem Vorschlag des Gemeindevorstands habe der Ausschuss allerdings nicht in allen Teilen folgen können. So schlage man vor, die Gebühr für die Nutzung der Leichenhalle bei 195 Euro zu belassen statt sie, wie vorgeschlagen, auf 685 Euro anzuheben. »Wir denken, dass die Leichenhalle ansonsten nicht mehr angemietet oder genutzt wird«, begründete Stete.

Auch Friedhofsgebühren steigen

Kostete die Bestattung in der Reihen- oder Wahlgrabstätte von Verstorbenen früher 970 Euro, soll künftig nach Alter variiert werden. Für Verstorbene unter sechs Jahren müssen 700 Euro gezahlt werden, für alle darüber 1170 Euro. Bei der Beisetzung von Ascheresten werden für das Ausheben und Schließen eines Grabes 290 Euro erhoben, früher waren es 230 Euro. Das Nutzungsrecht an einer Reihengrabstätte kostet ab Januar 990 Euro (früher 800), für das Urnenreihengrab werden 790 Euro (früher 580) fällig. Für die Überlassung einer Wahlgrabstätte müssen künftig 1620 Euro (früher 1300) je Grabstelle gezahlt werden, die Urnenwahlgrabstelle kostet 1200 Euro (zuvor 730). Kostete das Urnenfach bislang 550 Euro, die Beisetzungsstelle in einem Feld für anonyme Urnenbeisetzungen sowie die Urnenbeisetzung im Friedpark bislang 570 Euro, fallen nun 790 Euro an.

Die Gebühr für die Grabräumung wird künftig schon bei Anschaffung erhoben. So werden bei Räumung einer Reihengrabstätte 290 Euro fällig, bei Urnenreihengrabstätten 120, bei einer Wahlgrabstätte 290, einer Urnenwahlgrabstätte 150, bei mehrstelligen Wahlgrabstätten 500 und bei Urnenwandgrabstätten 60 Euro. Bestehende Grabstätten könnten schon jetzt abgelöst werden – ebenfalls zu diesen Preisen. Eine Art Frühbucherrabatt gibt es, wenn man bis 31. März 2018 tätig wird, die Gemeinde gewährt dann einen Preisnachlass von 50 Prozent.

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