Nach drei Flaschen Wodka "noch fahrtauglich"

  • schließen

Butzbach/Gießen(pob). Nach drei Flaschen Wodka fühlte sich ein Lkw-Fahrer aus Polen immer noch fahrtauglich und nüchtern. Das erzählte er den Beamten der Autobahnpolizei Mittelhessen, die ihn in der Nacht auf Montag auf der A 45 kontrollierten. Tatsächlich war der Lkw-Fahrer aus Polen ohne erkennbare Ausfallerscheinungen unterwegs. Die Beamten hatten ihn aus dem fließenden Verkehr an der Tank- und Rastanlage Wetterau-Ost gezogen. Der 27-Jährige erklärte den Beamten, dass er von Freitagabend bis in die Nacht zum Sonntag insgesamt drei Flaschen Wodka getrunken habe. Trotzdem konnte er kaum glauben, dass der Atemalkoholtest bei ihm einen Wert von 1,4 Promille anzeigte. Die Beamten stellten seinen Führerschein sicher und nahmen ihn zur Blutentnahme mit.

Die Autobahnpolizei hatte zwischen Sonntag und Montag viele Lastwagenfahrer auf ihre Verkehrstauglichkeit auf der A 5 und A 45 kontrolliert. Damit wollten sie sicherstellen, dass die Brummifahrer mit dem Ende des Sonntagsfahrverbots um 22 Uhr nüchtern in die neue Woche starten. Zwei der kontrollierten Lkw-Fahrer waren nicht nüchtern, ihre Promillewerte lagen bei 0,9 und 1,8. Dies sei aber kein Problem gewesen, da die Männer ihre Fahrt noch nicht angetreten hatten und auf dem Parkplatz Katzenfurt an der A 45 standen. Ihnen wurde die Weiterfahrt untersagt, bis sie wieder nüchtern waren.

Gegen 5.20 Uhr am Montag kontrollierten die Beamten außerdem auf einem Pendlerparkplatz an der Anschlussstelle Butzbach ein Auto, auf das die Beamten wegen eines defekten Lichts aufmerksam geworden waren. Es stellte sich heraus, dass die Insassen polizeilich gesucht werden. Gegen zwei Bulgaren lagen sogenannte Aufenthaltsermittlungen vor. Das bedeutet, dass durch eine Staatsanwaltschaft oder ein Gericht an sie Post in strafrechtlichen Angelegenheiten geschickt werden sollte, die Personen aber nicht erreichbar waren. Gegen den Fahrer selbst, einen 22-jährigen Osnabrücker, lag zudem ein Haftbefehl vor. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare