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Ein schöner Blumenstrauß, blitzendes Besteck und leuchtende Kerzen - viel mehr muss für Koch Uwe Herrmann beim Candle-Light-Dinner gar nicht auf den Tisch.

Romantik pur

Butzbacher Koch verrät: So gelingt das perfekte Candle-Light-Dinner Zuhause

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Mit einem selbst gekochten Essen kann man dem oder der Liebsten eine Freude machen. Der Butzbacher Koch Uwe Herrmann hat Tipps für ein romantisches Candle-Light-Dinner zu Hause.

Liebe geht durch den Magen, heißt es. Mit einem selbst gekochten Essen kann man dem Partner eine Freude machen, nicht nur am Hochzeits- oder Valentinstag. Mit ein paar Blumen und Kerzen auf dem Tisch wird das Abendessen zum romantischen Candle-Light-Dinner. Worauf es dabei ankommt, erklärt Koch Uwe Herrmann vom Restaurant Le Crabe in Kirch-Göns.

Das Essen

Uwe Herrmann empfiehlt ein klassisches Drei-Gänge-Menü. "Versuchen Sie nicht, Ihren Liebsten oder Ihre Liebste mit etwas besonders Ausgefallenem beeindrucken zu wollen." Dabei könne viel schiefgehen. Besser seien Gerichte, die man beherrsche. "Die kann man dann genau auf den Punkt bringen." Dabei würden schon Details den Unterschied machen, wie zum Beispiel vorgewärmte Teller oder Suppentassen.

Außerdem sollten sich die Gerichte gut vorbereiten lassen. "Sie wollen ja nicht den halben Abend am Herd verbringen." Als Gruß aus der Küche empfiehlt Herrmann zum Beispiel einen Spieß mit kleinen Tomaten und Mozzarella-Kugeln oder eine kalte Frikadelle mit pikantem Dip. Für die Vorspeise lassen sich ein Salat mit Garnelen oder Ziegenkäse oder eine Suppe gut vorbereiten.

"Oft sind es die einfachen Gerichte, für die man das meiste Lob bekommt", sagt Herrmann. Mit edlen Zutaten lasse sich zudem ein Standardgericht aufpeppen. So empfiehlt Herrmann als Hauptgang ein Gericht aus dem Piemont: Nudeln mit einer Käsesauce, Spiegelei und Trüffel. Der soll als Aphrodisiakum wirken, also das sexuelle Verlangen anregen. Ebenso wie Spargel, Erdbeeren oder Austern. Auch Chili und Knoblauch wird eine anregende Wirkung nachgesagt. Allerdings macht Knoblauch auch schlechten Atmen. Keine gute Voraussetzung für den weiteren Verlauf des Abends. "Deshalb sollte man solche Zutaten besser vermeiden." Ebenso wie blähendes Gemüse, zum Beispiel Kohl oder Bohnen, und fettige Speisen.

Beim Anrichten der Teller rät Herrmann zu kleinen Portionen. "Schlagen Sie sich den Bauch nicht zu voll, schließlich weiß man nie, wie der Abend noch weiter geht." Garniert wird mit frischen Kräutern.

Auch das Dessert sollte klein und leicht sein. Herrmann empfiehlt eine Creme oder ein selbst gemachtes Eis mit frischen Früchten wie Beeren zu kombinieren. "Die bringen Frische und etwas Säure ins Spiel."

Um das Thema Liebe auch auf dem Teller sichtbar zu machen, könne man ein Herz aus Kakao auf den Teller zaubern. Das gelingt mit einer Schablone aus Pappe. Mit geschmolzener Schokolade lassen sich Namen oder ein Datum auf den Teller malen. Auch essbare Blüten seien ein schönes Dekorationselement. "Leuchtende Farben sprechen das Gehirn zusätzlich an", sagt Herrmann. Für ihn stehen beim Candle-Light-Dinner vor allem Rot und Grün im Fokus.

Die Getränke

"Früher galt: Weißwein zu hellem Fleisch und Fisch, Rotwein zu dunklem Fleisch", sagt Herrmann. "Das ist heute allerdings nicht mehr so streng." Er mag einen kräftigen, schön gekühlten Weißwein zum Hauptgang. "Damen schmeckt meist ein Wein mit wenig Säure." Zu viel davon führe schnell zu Sodbrennen. Beim Rotwein greift Herrmann ebenfalls eher zu einer leichten Variante mit moderater Säure.

Auf einen klassischen Aperitif verzichtet der Koch beim Candle-Light-Dinner. "Der ist zu sättigend." Er serviert lieber einen eiskalten Champagner, einen Prosecco oder einen Winzersekt. Sein Favorit: ein Crémant aus dem Elsass. Doch auch bei den Getränken gilt: "Kaufen Sie nichts Teures, nur um ihren Schatz zu beeindrucken. Es geht vor allem darum, dass es Ihnen schmeckt." Der Wein sollte auf jeden Fall vorher probiert werden.

Der Tisch

Das Paar kann sich entweder über die kurze oder die lange Seite des Tisches gegenüber sitzen. Zur Tischdekoration gehören für Herrmann auf jeden Fall Blumen und natürlich Kerzen. Dazu kommen Gläser für Wein und Sekt, ein Wasserglas, große Teller und Besteck für jeden Gang. Alles sollte vor dem Eindecken poliert werden. Beim Besteck wird von außen nach innen gedeckt. Auf den Teller kommen schöne Servietten.

Wer mag, kann auch herzförmige Weingummis oder Schokoherzen auf dem Tisch verteilen. Es gibt auch Streudeko in Herzform. Eine Tischdecke ist für Herrmann kein Muss. "Wichtig ist, dass sich das Paar anschauen kann. Der Blumenstrauß oder die Kerzen sollten also nicht die Blicke stören." Weniger sei da mehr. "Der Tisch sollte nicht mit zu vielen Dekorationselementen überfrachtet werden."

Das Ambiente

"Ein Candle-Light-Dinner findet klassischerweise abends statt, wenn es sowieso langsam dunkel wird", sagt Herrmann. Indirekte Lichtquellen schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Wer wolle, könne auch Musik anmachen. Das Genre sei egal. "Die Musik sollte nur nicht zu laut sein, sodass man sich trotzdem unterhalten kann." Schön sei auch, wenn man eine Playlist mit gemeinsamen Liedern zusammenstelle. "Die erinnert an tolle gemeinsame Momente und macht den Abend noch persönlicher."

Wer sich lieber bedienen lassen will, anstatt selbst in der Küche zu stehen, kann sich bei einem Candle-Light-Dinner im Restaurant von Uwe Herrmann, dem Le Crabe in Kirch-Göns, verwöhnen lassen. In der Lodge im ersten Obergeschoss ist das Paar ganz für sich, inklusive eigenem Kellner. Weitere Infos unter Tel. 0 60 33/7 45 38 35 oder auf www.lecrabe.de.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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