Raubüberfall: Zwei 17-Jährige festgenommen

Büdingen (chh). Nach dem Überfall auf ein Juweliergeschäft hat die Polizei am Dienstagabend zwei Jugendliche festgenommen. Die beiden 17-Jährigen sollen in die Tat vom Montagabend verwickelt sein, teilte die Polizei am Mittwochmittag mit.

Am Abend erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Gießen, Ute Sehlbach-Schellenberg, der WZ, dass die jungen Männer wieder auf freiem Fuß sind. Gegen einen der beiden 17-Jährigen ist jedoch Haftbefehl wegen Beihilfe ergangen. Er wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der andere Jugendliche wurde nicht dem Haftrichter vorgeführt. "Bei dem tatverdächtigen 17-Jährigen besteht der dringende Verdacht, Beihilfe geleistet zu haben", erklärte Sehlbach-Schellenberg. "Wir können ihm derzeit jedoch nicht nachweisen, geschossen zu haben", fügte sie hinzu.

Wie die Beihilfe ausgesehen haben könnte, ob er zum Beispiel Schmiere gestanden hat, wollte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht sagen.

Keine Beute

Während gestern noch Unklarheit über ein mögliches Raubgut bestand, geht die Polizei nun davon aus, dass der Räuber ohne Beute flüchtete. "Nach derzeitigen Ermittlungen ist es bei einem versuchten Raubüberfall geblieben", sagte Sehlbach-Schellenberg.

Am späten Montagnachmittag hatten zwei maskierte und bewaffnete Männer das Juweliergeschäft in der Büdinger Altstadt betreten und die 66-jährige Frau des Inhabers, die nur gebrochen Deutsch spricht, bedroht. Wenig später fiel ein Schuss.

Nach Angaben der Polizei flüchtete der Schütze und ließ seinen verletzten Komplizen zurück. Der 18-Jährige wurde mit dem Hubschrauber in eine Klinik gebracht, er starb jedoch in der Nacht zum Dienstag an seinen Verletzungen.

Ob der Schütze absichtlich auf den 18-Jährigen gefeuert oder ob der Schuss sich unabsichtlich gelöst hatte, ist derzeit noch unklar.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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