Städte rechnen mit schweren Frostschäden auf Straßen

Bad Vilbel/Karben (khn). Der Schnee geht (vorerst), die Schlaglöcher bleiben. Auf vielen Straßen werden jetzt die Schäden sichtbar, die der Winter bisher hinterlassen hat. "Wir wissen erst detailliert über die Schadenshöhe Bescheid, wenn der Winter vorbei ist", sagt der Sprecher der Stadt Karben, Ekkehart Böing. "Aber seitdem die kalte Jahreszeit wieder härter wird, haben wir auch deutlich stärkere Straßenschäden, die wir im Frühling reparieren müssen."

In Karben sind zurzeit zwei Mitarbeiter aus dem Amt für Tiefbau unterwegs. "Kontrollgänge" nennt das Böing. Wenn wichtige Straßen wie Hauptverkehrswege betroffen seien, besserten Mitarbeiter des Bauhofs sofort aus - "aber zunächst einmal notdürftig", betont der Sprecher. Erst wenn der letzte Schnee geschmolzen sei und nicht mehr mit Frost gerechnet werden könne, fasse man eine umfassende Sanierung ins Auge. Wo sie wieder notwendig sein wird, ist nach Ansicht Böings die Homburger Straße in Höhe der Aral-Tankstelle. Die sei schon seit Jahren ein "Problemkind", sagt er.

"Angenehm überrascht" ist hingegen der Vilbeler Bauamtsleiter Erik Schächer. "Bisher halten sich die Straßenschäden doch arg in Grenzen", sagt er. "Wir hatten aber auch Glück, dass wir erst im vergangenen Jahr einige wichtige Straßen wie die Friedberger Straße von Grund auf saniert haben." Dennoch rechne er mit massiven Schäden. "Das ist immerhin der dritte harte Winter in Serie", sagt der Bauamtsleiter. "Haben wir früher beispielsweise noch 600 Kilo Salz verstreut, sind es heute mehrere Tonnen."

Neben Mitarbeitern, die zur Kontrolle unterwegs seien, gebe es Hinweise aus der Bevölkerung und von Mitarbeitern der Müllabfuhr zu sanierungsbedürftigen Straßen. Sofort repariert würden diese dann aber nicht. "Das machen wir vom Wetter abhängig", betont Schächer. "Manchmal muss dann einfach Mal ein Schild mit Tempo 30 reichen", betont Schächer.

Viele Straßen, die in den 50er- und 60er-Jahren gebaut worden seien, entsprächen gar nicht mehr dem technischen Stand von heute, betont Schächer. "Zum Beispiel war der Straßenaufbau damals 30 Zentimeter hoch; heute sind es in der Regel 60 Zentimeter." Außerdem gebe es heute eine ganz andere Belastung der Verkehrswege. "Da stellt sich für mich eher die Frage, warum der Asphalt so lange halten konnte."

Quelle: Wetterauer Zeitung

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