Open-Air-Veranstaltungen in der Neuen Mitte geplant

Bad Vilbel (cf). Geschäfte, Wohnungen, Büros, Arztpraxen, Gastronomie, eine Tiefgarage, öffentliche Toiletten, ein Platz für Open-Air-Veranstaltungen und ein Wochenmarkt: Das plant Investor Dr. Hansgeorg Jehner in seinem Projekt "Neue Mitte".

Zusammen mit Architekt Gerald Hadler vom Münchner Architektur- und Ingenieurbüro Demmel und Hadler GmbH informierte er die Teilnehmer der dritten öffentlichen Sitzung des Bauausschusses über die Planungen.

Hadler erläuterte den Stand des Nutzungkonzeptes. Zur "Neuen Mitte" gehört zwar auch die Mediathek, doch die war am Dienstagabend kein Thema im Großen Café des Kurhauses. Auf dem Gelände an der Frankfurter Straße entstehen zwei große Gebäudekomplexe, in deren Mitte ein 2000 Quadratmeter großer Platz liegt. Die beiden sich gegenüberliegenden Häuserzeilen haben eine Höhe von 9,50 Metern, auf der Niddaseite von 13 Metern. Die zum Fluss hin begrünten Fassaden sind mit Putz- und Natursteinen und großen Fensterflächen versehen. Zur Frankfurter Straße und dem Innenplatz hin bestehen die Außenwände aus einer Lochfassadenstruktur und Natursteinen im Sockelbereich. Im Untergeschoss des Areals befindet sich eine Tiefgarage mit rund 200 Stellplätzen – davon neun Behindertenparkplätzen. Durch den Wasserweg wird zusätzlich eine Anwohnertiefgarage erschlossen.

Im Erdgeschoss finden sich die Zufahrt in die Tiefgarage sowie Hauseingänge, Einzelhandelsgeschäfte, der öffentliche Platz mit versenkbaren Wasserspielen, Strom-, Wasser- und Versorgungsleitungen für Wochenmarkt und Veranstaltungen. "Auf dem Mittelplatz ist Raum für eine Bühne vor dem Niddauferweg, eine Reihenbestuhlung mit 735 Plätzen und einer Cateringfläche vor der Frankfurter Straße", sagte Hadler. Diese Fläche soll mit spezialbeschichteten Platten in einem hellen Grauton belegt werden. Bäume werden keine gepflanzt, da "die Verfügbarkeit der Freifläche Vorrang hat", sagte Bauamtsleiter Erik Schächer.

Eisdiele im Fachwerkhaus

Im linken Gebäude wird mit Blick auf die Frankfurter Straße der Modeladen Gerry Weber, dahinter der Drogeriemarkt Müller jeweils eine über zwei Stockwerke gehende Filiale eröffnen. Im Anschluss will das Schuhhaus Görtz eine Ladenfläche mieten; daneben soll ein Restaurant mit Terrasse und Niddablick eröffnen. Beliefert werden die Geschäfte über den Mittelplatz oder – wie die Drogerie und zwei kleinere Geschäfte – über die Frankfurter Straße.

Im oberen Stockwerk befinden sich Büros und Arztpraxen. Im rückwärtigen, zur Nidda hingewandten Gebäude, sind Wohnungen mit Innenhöfen vorgesehen. Im Dachgeschoss geplant sind Wohnungen mit Dachgärten und Technikräumen. Auf der rechten Seite wird im denkmalgeschützten Fachwerkhaus eine Eisdiele einziehen, die zum Mittelplatz hin eine Terrasse erhält.

Hinter dem Fachwerkhaus befindet sich der Zugang zur Tiefgarage. Im rechten Gebäudekomplex ziehen zwei kleine Einzelhandelsgeschäfte ein. Die großen Flächen haben das schwedische Textilunternehmen H&M und der Wohnaccessoires-Anbieter Depot über je zwei Etagen angemietet. Im Obergeschoss erschließt ein Innenhof auf der rechten Seite den Zugang zu mehrgeschossigen Wohnungen mit Dachterrassen. Die Eingänge zu den Wohnungen befinden sich auf der Niddaseite. Der Niddauferweg soll im Bereich der Neuen Mitte aufgeschüttet und auf der rechten Seite mit Sitzsteinen an der Böschung ausgestattet werden.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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