Lieder auf und vor der Leinwand

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Das Vilbeler Open-Air-Kino im Freibad ist Kult. An 14 Abenden zeigen Kinochef Dennis DiRienzo und sein Team jeweils einen aktuellen Film, darunter Hits der vergangenen Monate und auch Previews. Die Leinwand ist mit 78 Quadratmeter so groß wie eine Drei-Zimmer-Wohnung. Brillante Tontechnik sorgt zudem für Hörvergnügen auf allen 1544 Plätzen.

Das Vilbeler Open-Air-Kino im Freibad ist Kult. An 14 Abenden zeigen Kinochef Dennis DiRienzo und sein Team jeweils einen aktuellen Film, darunter Hits der vergangenen Monate und auch Previews. Die Leinwand ist mit 78 Quadratmeter so groß wie eine Drei-Zimmer-Wohnung. Brillante Tontechnik sorgt zudem für Hörvergnügen auf allen 1544 Plätzen.

Vor 25 Jahren zog das Open-Air-Kino von der Wasserburg auf die Liegewiese ins Freibad um. "Unser Publikum ist unser wichtigstes Kapital", betont der Kinochef. So dürfen die Besucher Wunschfilme vorschlagen. In diesem Jahr waren dies "Dieses bescheuerte Herz", "Die Verlegerin" und "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer".

Am Samstagabend standen die ersten Besucher bereits kurz nach 18 Uhr vor dem Freibad; Einlass ist wohlgemerkt erst ab 20.15 Uhr. Die mehrere Meter breite Schlange reichte bis zur Unterführung der B 3. Gezeigt wurde "Mamma Mia 2". Vor zehn Jahren verzeichnete der Vorgängerfilm mit über 1600 Zuschauern einen Besucherrekord. Inzwischen wurden die Sicherheitsauflagen erhöht, die Zuschauerzahl begrenzt.

Die jüngste Zuschauerin

Bei der Begrüßung der 1423 Zuschauer verriet DiRienzo, dass die kleine Samara den Rekord der jüngsten Besucherin hält. Sie war im zarten Alter von fünf Tagen beim Auftaktfilm dabei, kam mit Mama Susanne auch zu "Mamma Mia 2".

Zu den Besuchern gehören auch solche, die beim ersten Film vor einer Dekade nicht mehr eingelassen wurden. "Wir waren bereits eine Stunde vor Einlass da. Wir sind gespannt auf den Film, freuen uns auf die ABBA-Songs", sagte ein Massenheimer Ehepaar.

Alle beschäftigte zudem die Frage, ob es sich um eine spannende Musicalverfilmung handelt oder nur um eine aufgewärmte Story. Am Ende fand das Gros der Zuschauer den Film "gut" bis "klasse". Vor dem Hauptfilm lief das Vorprogramm mit Bingo und Kino Specials wie dem "Günther-Biwer-Rap" (2007) oder dem Vilbeler Freibadvergnügen vor 63 Jahren von Georg Muth. Kultstatus erreicht haben der Hüftschwung von DiRienzo beim Anstimmen des Open-Air-Kino-Liedes "Sag mir, was du willst" und der singende Popcorn-Verkäufer "Grie So? René DiRienzo.

Petra Roth in der Rolle der "M"

Von Anfang an mit dabei ist das Tanz-Centrum Bäppler-Wolf. "Wir präsentieren jedes Jahr einen Film", sagten Jens Schneider und Carsten Wolf. Mitinhaber und Theaterchef Thomas Bäppler-Wolf trat als Sänger vors Kinopublikum. Erst sang er das von Dieter Adam getextete Lied "Äppelwoi ist in". Das singt im hessischen James-Bond-Film "Spectre" die Wirtin Lia, als sich Agent 007 (gespielt vom Daniel Craig-Double Martin Langanke) in sie verliebt. Dadurch kommt Agent 0014 (Thomas Bäppler-Wolf) zum Einsatz. Er sang erstmals vor Publikum den von ihm getexteten Titelsong "Sinnlos". Die an die "Skyfall"-Melodie angelehnte Musik komponierte Gabriel Groh.

Im Film gibt es ein Wiedersehen mit der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth als "M". Mit dabei ist auch Dennis DiRienzo, der alle neun Leichen spielt (weitere Details unter www.spectre.de). Der Film feiert seine Weltpremiere am 6. November im Kinopolis und läuft im gleichen Monat noch im Kino "Alte Mühle".

Neu in diesem Jahr sind im Open-Air-Kino unter anderem die nach links verrückte Leinwand, die "GRETA"-App für Gehörlose und Blinde und die neu arrangierten Catering- und Getränkestände.

Zum Abschluss des Open-Air-Kinos gibt es nochmal Action, Liebe und Abenteuer mit "Skyscraper" (Montag), "Die Farbe des Horizonts" (Dienstag) und "Mission Impossible – Fallout" (Mittwoch). "Normalerweise macht Paramount keine Previews in Open-Air-Kinos. Für uns gibt es aber eine Ausnahme. Das ist einfach großartig", freute sich Dennis DiRienzo.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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