Im Dunklen mit dem Feuer spielen

Bad Vilbel (aho). Was im Dunkeln aussah, wie faszinierende Leuchtspuren, zeitweise sogar wie ein Spiel mit dem Feuer, waren die leuchtenden Keulen des Duos "Catch Up". Und am Vertikalseil - mitten im Saal des Kulturforums - schien Antje Pode die Schwerkraft außer Kraft zu setzen. Nicht nur diese beiden Künstler verzauberten 330 Gäste, die am Samstagabend auf Einladung des Lions Club Wasserburg Bad Vilbel mit größtem Vergnügen die Show "Viva Varieté" verfolgten.

"Wir sind eine Einheit"

Der Förderverein gehört zum Lions Club Wasserburg, erklärte der Fördervereins-Vorsitzende Hans Schmidt. Unterschied: Anders als der Lions Club arbeite man mit Spenden und Sponsoren. Außerdem darf der Vorsitzende des Fördervereins drei Jahre amtieren, der Präsident des Lions Clubs nur ein Jahr.

Dennoch seien beide Vereine vom Personal her weitgehend deckungsgleich und verträten die gleichen Interessen, betont Schmidt. "Wir sind im Grunde eine Einheit." (aho)

Thomas Franke, der Präsident des Lions-Club Wasserburg, begrüßte zur Varieté-Premiere die Gäste im ausverkauften Kultur- und Sportforum Dortelweil. "Das ist ein neues Angebot, das wir, der Lions-Club und der Förderverein, den Bürgern dieser Stadt machen wollen", sagte er. Besonders willkommen hieß die Vizepräsidentin Christine Fauerbach den Schirmherrn des Abends, Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr.

Das "Theatro Artistico" (Rita und Dieter Becker) zeigte Duo-Handstand-Akrobatik vom Feinsten. Antje Pode demonstrierte mit ihrer Antipode-Kunst, was man nach dem verpassten Zug und der darauf folgenden Wartezeit mit Koffern alles tun kann. Dabei kürzte sie nicht nur sich selbst die Wartezeit, sondern versetzte mit ihrer Balance-Kunst die Zuschauer immer wieder in Erstaunen.

Der Comedy-Zauberer Kai Ahnung wiederum verblüffte mit entwaffnender "Unfähigkeit", wobei die einzig Staunende im Saal seine aus dem Publikum geholte Assistentin gewesen sein dürfte. "Können Sie zaubern?" fragte er. Als diese mit "Nein" musste der Künstler bedauernd seufzen: "Schade, Sie hätten die Show retten können." Sein einziger funktionierender Trick gelang eher beiläufig.

Nicht zuletzt der charmante Conférencier Axel S. begeisterte mit seiner zwischenzeitlichen Diabolo-Show, die mal im Dunkeln (mit leuchtenden Übungsgeräten) und mal im Hellen Eindruck machte. Noch etwas größer kam das Duo "Catch Up" mit seiner Jonglage- und Lichtperformance heraus. Die Preisträger der Weltmeisterschaft in Las Vegas ließen Ringe, Bälle und Keulen fast nach Belieben tanzen.

"Wir machen heute Abend eine nichtkommerzielle Veranstaltung", betonte Franke. Der Lions Club unterstütze diverse Projekte in der Stadt und der Umgebung. "Wenn sie von dem Speise- und Getränkeangebot regen Gebrauch machen, und die Veranstaltung auch ökonomisch ein Erfolg wird, tun Sie gleichzeitig etwas Gutes, weil wir unsere Projekte weiterführen können", erklärte der Lions-Präsident mit einem Augenzwinkern.

"Alles, was wir heute erwirtschaften, wird in dieser Stadt oder in der Umgebung wieder eingesetzt", erklärte auch der Vorsitzende des Fördervereins, Hans Schmidt, gegenüber der Wetterauer Zeitung. "Erst in der vergangenen Woche haben wir zum Beispiel dem Verein für Kinderhilfe 5000 Euro gespendet", zeigte er die Wirkungsbereich der Lions auf.

Für den in jeder Hinsicht gelungenen Varieté-Abend konnte Schmidt schon ankündigen: "Wir werden diesen Abend im nächsten Jahr wohl wiederholen." Und er führte fort: "Solange es erfolgreich ist, werden wir es wohl weitermachen." Damit gebe es dank des Lions Clubs Wasserburg neben der Weinfest in der Burg und dem Halloween-Fest an gleicher Stelle noch einen Varieté-Abend in der Brunnenstadt.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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