Bodenwelle auf B 3: Sanierung läuft

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Die Beseitigung der Bodenwelle auf der B 3 zwischen Bad Vilbel und Preungesheimer Dreieck hat begonnen. Das teilte die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil gestern mit. Schon am Montag sei die Baustelle eingerichtet worden, sagte Pressesprecherin Cornelia Höhl auf WZ-Anfrage und räumte ein: Man habe versäumt, die Öffentlichkeit früher über die anstehenden Arbeiten zu informieren.

Die Beseitigung der Bodenwelle auf der B 3 zwischen Bad Vilbel und Preungesheimer Dreieck hat begonnen. Das teilte die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil gestern mit. Schon am Montag sei die Baustelle eingerichtet worden, sagte Pressesprecherin Cornelia Höhl auf WZ-Anfrage und räumte ein: Man habe versäumt, die Öffentlichkeit früher über die anstehenden Arbeiten zu informieren.

Entsprechend überrascht waren viele Autofahrer am gestrigen Morgen: Der Standstreifen und die äußere Spur der B 3 an der Quellenstadt vorbei in Richtung Frankfurt waren auf einem Teilstück gesperrt. Die Strecke ist eine wichtige Route für Berufspendler. Wegen des einspurigen Verkehrs kam es im Umkreis der Baustelle zu Staus, die sich bis in den Bad Vilbeler Stadtverkehr hinein bemerkbar machten.

Die Teilsperrung bleibt vorerst weiter bestehen. Am kommenden Montag soll die Verkehrssicherung laut Hessen Mobil dem Bauablauf angepasst werden. Voraussichtlich ab Mitte der Woche dürfen Autofahrer dann den Standstreifen nutzen. Anschließend beginnen die Arbeiten in der Gegenrichtung. Auch hier wird die Bundesstraße auf einen Fahrstreifen verengt, mutmaßlich bis Ende der 21. Kalenderwoche. Das wäre Sonntag in zwei Wochen, 26. Mai. Hessen Mobil plädiert bis zum Ende der Straßenreparatur an alle Verkehrsteilnehmer, den "ohnehin stark belasteten Streckenabschnitt möglichst weiträumig zu umfahren". Eine ausgewiesene Umleitungsstrecke gibt es nicht. Die umfängliche Sperrung der Karbener Ortsdurchfahrt sorgt zusätzlich für Probleme.

Verursacher in der Pflicht

Details zu den Sanierungsarbeiten konnte die Verkehrsbehörde gestern noch nicht nennen. Dafür sei es zu früh, sagte Sprecherin Höhl. In einem ersten Schritt werde die Fahrbahn geöffnet, um sich ein Bild der Schäden zu machen. Dafür fräsen die Arbeiter den Asphalt ab. Ein unabhängiger Gutachter ist vor Ort. Er soll mitentscheiden, welche Maßnahmen notwendig sind. Ziel ist es demnach, den "ursprünglichen Zustand der Straße wiederherzustellen".

Im April 2018 hatte ein Versorgungsunternehmen mittels sogenannter Durchpressung an der B 3 eine neue Leitung verlegt und dabei die Delle in der Fahrbahn verursacht. Trotz mehrmaliger Aufforderung habe die Firma, die Hessen Mobil auch weiter nicht namentlich nennen will, den Schaden jedoch nicht ausgebessert. In der Folge lief der Fall, auch dank des Bad Vilbeler FDP-Chefs und Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn, sogar über den Tisch des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir (Grüne). Bis Beginn dieser Woche hat es aber gedauert, bis Fahrt in die Sache kam. Denn: Laut Höhl ist die Frist, die Hessen Mobil der für die Schäden verantwortlichen Versorgungsfirma gesetzt habe, jetzt endgültig "fruchtlos verstrichen". Die Frist sei ausreichend lang gewesen, eingerechnet war demnach auch, dass im Winter die Witterung Arbeiten hätte behindern können.

Die Verkehrsbehörde hat nun ein anderes Unternehmen mit den Reparaturarbeiten beauftragt. Auf den Kosten sitzen bleiben will Hessen Mobil aber nicht, zahlen soll der ursprüngliche Verursacher. Was die Sanierung kostet, ist noch unklar. Auch ob nach der Fahrbahnsanierung die Tempobeschränkung auf 80 Kilometer pro Stunde auf dem betroffenen Streckenabschnitt wieder aufgehoben wird, sei noch nicht abzusehen, sagte Höhl. Das müsse nach Ende der Arbeiten geprüft werden. Das Tempolimit war aus Sicherheitsgründen veranlasst worden.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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