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Der Vorsitzende Stefan Kött (links) und sein Stellvertreter Klaus Rotter blicken auf die vergangenen rasanten 25 Jahre zurück. Die Jubiläumsfeier musste leider ausfallen.

Jubiläum in Dortelweil

Auch nach 25 Jahren wächst der SV Fun-Ball immer weiter

  • VonNiklas Mag
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Ein großes Jubiläumsfest zur Feier des 25. Geburstages des SV Fun-Ball Dortelweil verlängert die Liste der Events, die wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Doch lohnt sich zu diesem Anlass dennoch ein Rückblick, denn der Verein hat einen rasanten Aufstieg hinter sich.

D ass keine große Sportschau stattfinden kann, um den 25. Geburtstag des SV Fun-Ball Dortelweil zu feiern, war eigentlich schon vergangenen Sommer klar, erzählt der Vorsitzende Stefan Kött. »Wir haben vielleicht nicht mit einem weiteren Lockdown gerechnet, aber ohnehin hätten wir ein so großes Fest unter den Bedingungen nicht planen können.«

Gründung genau heute vor 25 Jahren

Genau heute vor 25 Jahren wurde der SV Fun-Ball von acht Dortelweilern gegründet. Einer davon ist der heutige stellvertretende Vorsitzende Klaus Rotter. »Unsere Ambition war, für das Neubaugebiet hier Sportarten anzubieten. Badminton, Basketball, Volleyball, das war es«, erinnert er sich. Man habe allerdings keine Vereinsstätte gehabt und keine Sporthalle. »In den ersten Monaten konnten wir also kaum etwas tun und wir haben uns auf das Badminton-Spielen begrenzt.«

In der alten Sporthalle am Vilbeler Schulzentrum waren schließlich Sonntagvormittags Hallenzeiten frei geworden. Auch daran erinnert sich Klaus Rotter mit einem Schmunzeln: »Wir mussten damals immer bevor wir angefangen haben, die Felder selbst abkleben. Das ging dann zwei Jahre lang so.« Als in Dortelweil das Kultur- und Sportforum errichtet wurde, erlebte der SV Fun-Ball aber einen ersten Wachstumsschub. »Wir bewarben uns um Hallenzeiten und erhielten viele Anfragen für Sportarten wie Kinderturnen«, weiß Rotter.

Auch Stefan Kött, der heutige Erste Vorsitzende, stieß in dieser Zeit zum Verein und erlebte 2001 den Bau der Sporthalle Am Siegesbaum. »Eigentlich sollte das hier nur ein Parkplatz werden, aber der Verein hat einen alternativen Vorschlag gemacht«, berichtet Kött. Rotter ergänzt: »Wir haben mit der Stadt schon immer ein sehr kooperatives Verhältnis und viel Unterstützung erhalten.«

19 verschiedene Abteilungen

Vier Sporthallen bespielt der SV Fun-Ball mittlerweile: Die Siegesbaum-Halle, das Kultur- und Sportforum, die Sporthalle an der Grundschule in Alt-Dortelweil und die Sporthalle der Europäischen Schule. »Das ist definitiv nicht die Regel für einen Ort mit rund 7000 Einwohnern«, wissen beide. Die neue Heimstätte Am Siegesbaum sorgte für viel Aufmerksamkeit und ein zweiter Wachstumsschub setze ein. Die Mitgliederzahlen seien in den frühen 2000ern explodiert, erinnern sich Stefan Kött und Klaus Rotter.

2007 habe man an die Siegesbaum-Halle angebaut, 2010 das 4000. Mitglied im Verein aufgenommen. »Rund um diese Zahl bewegen wir uns seitdem. Wir haben 19 Abteilungen und viele verschiedene Sportarten, die regelmäßig wechseln«, zählt Kött auf. Und genau dort sehen die beiden Vorsitzenden ein Erfolgsgeheimnis des Vereins: »Wir haben immer neue Angebote und probieren auch Trendsportarten einfach mal aus. Diese Flexibilität zeichnet uns aus.«

Zudem arbeiten seit rund 15 Jahren viele Jugendliche abteilungsübergreifend und unabhängig ihrer ausgeübten Sportarten im Verein mit. »Das ist nie eingeschlafen und ich sehe das als große Stärke«, so Kött. Das schnelle Wachstum habe den Verein 2010 veranlasst, sich langfristige Pläne zu machen.

Schon damals kam deshalb der Wunsch auf, Fitness- und Gesundheitsangebote zu realisieren. »Die Leute wollen flexibler sein und sich die Zeiten frei einteilen können. Das spürt ja jeder Verein seit einer ganzen Weile«, meint Rotter. Im Quellenpark bekam der SV Fun-Ball schließlich eine Chance und nutzte diese. Im vergangenen Oktober wurde das neue Vereinssportzentrum eingeweiht. Wenn auch dieser aktuelle Meilenstein von der Pandemie noch etwas überschattet wird, sind sich die beiden Vorsitzenden sicher, dass der Verein weiter wachsen werde. Denn im Quellenpark entwickelt sich ein neuer Stadtteil, wie Dortelweil-West vor rund 25 Jahren.

Reha-Sport und das Badminton-Team des SV, das in den Profi-Ligen spielt, sind derzeit aktiv, sonst ist das Vereinsleben allerdings auf Eis gelegt. Doch bietet der Verein online verschiedene Kurse an, die von den Trainern geleitet werden und diese sind für jeden offen, eine Mitgliedschaft ist nicht notwendig. Weitere Informationen, ein Zeitplan und die zugehörigen Links sind im Internet unter www.fun-ball- dortelweil.de zu finden. nma

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