Achtung, Stolpergefahr!

  • vonThomas Kopp
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69 Gefahrenstellen weist eine Mängelliste des Seniorenbeirats auf, die das Gremium jetzt der Stadtverwaltung übergeben hat. Darin werden Stolperfallen auf Wegen und Straßen der Innenstadt benannt, die der Beirat bei einem Rundgang ausfindig gemacht hatte. Laut Seniorenbeirat befindet sich der gesamte Bürgersteig in der Frankfurter Straße »in einem desolaten Zustand«.

69 Gefahrenstellen weist eine Mängelliste des Seniorenbeirats auf, die das Gremium jetzt der Stadtverwaltung übergeben hat. Darin werden Stolperfallen auf Wegen und Straßen der Innenstadt benannt, die der Beirat bei einem Rundgang ausfindig gemacht hatte. Laut Seniorenbeirat befindet sich der gesamte Bürgersteig in der Frankfurter Straße »in einem desolaten Zustand«.

Stadtsprecher Yannick Schwander will daran nichts beschönigen. Allerdings würden Mängel bereits seit Jahren behoben, es gehe Schritt für Schritt voran. Bereits 2013 wurden große Bereiche rund um den Niddaplatz, das ehemalige Ströbel-Gelände, den sogenannten »Döner-Turm« und die Commerzbank-Filiale ausgetauscht. Im Jahr darauf gingen die Arbeiten gegenüber dem Alten Rathaus weiter.

Problem war, dass in den 90er Jahren Natursteinplatten unterschiedlicher Dicke ausgelegt wurden. Darunter befindlicher Splitt hat nach Regenfällen einem Drain-Asphalt zugesetzt, so dass Wasser nicht mehr versickern konnte. Zu Testzwecken baute das Tiefbauamt ein 100 Quadratmeter großes Testfeld rund um den »Döner-Turm«. Bei diesem wurde der Drain-Asphalt durch Schotter ersetzt. Bei der Einfahrt zur Schmiedsgasse waren die Platten ebenfalls uneben, weil sie für das Überfahren mit Autos nicht geeignet waren und sich die Kanten hochdrückten. Im Zufahrtsbereich wurde deswegen ein neues, rechteckiges Beton-Pflaster, ebenfalls ohne Drain-Asphalt, für Testzwecke verlegt.

Niddaplatz ausgebessert

Nach einem Jahr wurde der Test als erfolgreich angesehen, sodass weiter mit dieser Methode gearbeitet werden soll. Bürgermeister Thomas Stöhr hatte damals angekündigt, dass eine Prioritätenliste erstellt und abgearbeitet werde. Doch nicht alles soll zum Hessentag 2020 geschehen, zumal das beim Architektenbüro Albert Speer und Partner in Auftrag gegeben Freiraumentwicklungskonzept andere Gestaltungsmöglichkeiten erwägt. Das Konzept geht über den Hessentag hinaus. Und auch für die zehn Festtage gebe es einiges zu beachten, sagt Schwander: »In der Frankfurter Straße wird sich die Hessentags-Straße befinden, dort werden Bühnen und Stände stehen. Es wäre wenig sinnvoll, dort auszubessern, wo durch kommende Belastungen neue Schäden entstehen können.«

Eine Antwort, mit der sich der Seniorenbeirat nur teilweise zufrieden geben kann. So versteht das Gremium, dass Förderungen des Landes in Anspruch genommen werden sollen. Doch manche der Stolperfallen könnten nicht länger warten und sollten umgehend in Angriff genommen werden.

Eine Baustelle ist die Stadt aber erst einmal los. Auch auf dem Niddaplatz gab es Beschwerden über Stolperfallen. Bereits 2015 wurde ein Testfeld verlegt, um herauszufinden, wie sich weitere Schäden vermeiden lassen. Es fehlten teils Fugenkreuze und T-Stücke, die die Klinkersteine zueinander auf Abstand hielten. Wird der eingefüllte Sand zwischen den Steinen verdrängt, stoßen sie aneinander und erhalten Schäden an den Kanten. Auch waren die Steine nicht im Lot, sie standen innerhalb derselben Reihe bis zu sieben Zentimeter versetzt. Weiterhin hatten sie sich zum Teil gesetzt und bildeten kleine Stufen. Die Steine wurden daraufhin abgekantet und sind etwas größer ausgefallen.

Alles ist inzwischen ausgebessert. Zusätzliche Kosten kamen deswegen für die Stadt nicht auf, da die Mängel innerhalb der Gewährleistungszeit reklamiert wurden, schildert Schwander.

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