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Vielfalt und Virtuosität

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Von: Redaktion

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17 Schüler gestalteten den ersten Kammermusikabend des Schuljahres an der Ernst-Ludwig-Schule. Ein interessierter Hörerkreis wurde mit Höchstleistungen der Beteiligten belohnt, denn alle Musiker erfüllten die hohen Erwartungen, die an sie gestellt wurden.

17 Schüler gestalteten den ersten Kammermusikabend des Schuljahres an der Ernst-Ludwig-Schule. Ein interessierter Hörerkreis wurde mit Höchstleistungen der Beteiligten belohnt, denn alle Musiker erfüllten die hohen Erwartungen, die an sie gestellt wurden.

Ben Papenberg (7e) führte mit Vivaldis »Siciliano« gekonnt in den Abend ein. Es folgten Alina Kosch (7d) und Karin Fukuda (6a) mit dem ersten Satz aus Schuberts Sonatine in D-Dur. Felix Mendelssohn repräsentierte Viktoria Kem (6b). Sie spielte zwei »Lieder ohne Worte« für Klavier solo.

Marika Hildebrand (OK Musik), spielte den ersten Satz der Sonate in a-Moll für Geige und Klavier von Robert Schumann, souverän begleitet von Susanna Kremer am Klavier. Kristina Neubauer (9c) und Jan Zielinsky (Gast) spielten die »Armenian Rhapsodie« des 2012 verstorbenen Alexander Harutyunyan für zwei Klaviere. Ihre Besetzung stellte dabei ein Novum der Kammermusikabende dar.

Annalena Krüger (8a) spielte – begleitet von Claudia Drechsler am Klavier – den ersten Satz aus Mozarts e-Moll-Sonate für Geige und Klavier. Vivien Braun-Wimmer (OK Musik) entführte die Zuhörer mit ihrem nachdenklichen, tief poetischen Spiel in eine spätherbstliche Welt. Die profunden Klänge wurden durch den Beitrag von Erich Wenge (6a) und Siana Riek ergänzt. Der spritzig rustikale »Tanz« von Gacevic erfordert vom Geiger ein schnelles Wechseln zwischen gezupftem Pizzicato und gestrichenem Arco, die es mit dem raschen Oktavwechseln der Pianistin zu koordinieren gilt.

Mit Leonie Minor (E-Phase) sowie Hanna Volgmann als Gast aus Fritzlar wurde auch die Blockflötenmusik gegenwärtig. Nach W.F. Bachs »Duetto« in G-Dur folgte »Il lamento« (Thomas Morley). Der schmerzlich leidende Gestus des Stückes verwandelt die zunächst heitere Stimmung im Saal sofort. Umso größer war sodann der Wechsel zum Stück »Aulodia« des Zeitgenossen Minas Bordoudakis. Alle der sechs mitgebrachten Blockflöten kamen zum Einsatz.

Alina Kosch (7d) spielte zusammen mit Claudia Drechsler Jules Massents »Méditation« aus der Oper »Thaïs«. Sie überzeugte nicht nur durch einen glasklaren Klang, sondern auch mit ihrer souveränen Technik. Laura Schmidt spielte Debussys »Pour le piano« und stellte so eine Seite des französischen Komponisten vor, die man selten zu hören bekommt, nämlich einen stürmischen und lauten Impressionisten. Den Abend rundete schließlich ein erstklassiger vokaler Beitrag ab: Chiara Bäuml (13d) trug aus Vivaldis »Magnificat« den Satz »Quia respexit« vor. Dieses wurde ergänzt durch die romantische Arie »O mio babbino caro« aus der Oper »Gianni Schicchi« des italienischen Komponisten Giacomo Puccini.

Wie auch in den letzten Jahren überzeugte die Schülerin des Leistungskurses Musik, die zugleich Jungstudentin in der Gesangsabteilung der Frankfurter Musikhochschule ist, durch ihre voluminöse Stimme, die mit ihrem weichen Timbre den Raum füllte. Begleitet wurde sie von Musiklehrer Andreas Ziegler, der ebenso durch den Abend moderierte. Eva Pfeiffer-Heidecke, Leiterin des Fachbereiches I, zeigte sich vor der Vielfalt und Virtuosität überwältigt.

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