+
Dr. Volker Gräfe (l.) und Kantor Frank Scheffler sind dankbar für das erreichte Ziel in verhältnismäßig kurzer Zeit und für die große Solidarität mit dem Orgelprojekt. FOTO: PM

Spendenziel für Orgel erreicht

  • schließen

Bad Nauheim(pm). Das wichtigste Spendenziel für die neue Orgel in der Dankeskirche ist erreicht: Nach gerade mal zweieinviertel Jahren zeigt der Spendenstand nun die ersehnten 325 000 Euro. Nun können die Beschlüsse und Anträge des Kirchenvorstands zur Genehmigung durch die Kirchenverwaltung erfolgen.

Die im Februar noch fehlenden 25 000 Euro kamen durch eine Einzelspende und einem weiteren Zuschuss des Freundeskreises Evangelische Kirchenmusik zustande, berichtete Vorsitzender Dr. Volker Gräfe. Er dankte allen Spendern, den Pfeifenpaten und allen, die sich für das Orgelprojekt interessieren und engagieren. Bis die neue Orgel stehe, seien mindestens noch einmal so viele Spenden, Fördermittel und Zuschüsse nötig. Sobald es wieder möglich werde, finde auch die dazu geplante Informationsveranstaltung statt.

Gespräche mit vier Baufirmen

Bis dahin wollen Gräfe und Kantor Frank Scheffler die Details für den Beschluss des Kirchenvorstands zum Neubau vorbereiten. Das Genehmigungsverfahren könne sich dann noch etliche Wochen oder, im Hinblick auf die Corona-Krise, auch Monate ziehen.

Scheffler gibt an, in Gesprächen mit vier Orgelbaufirmen zu sein, die unter anderem für dieses Projekt infrage kämen: Klais aus Bonn, Eule aus Bautzen, Woehl aus Marburg und Winterhalter aus dem Schwarzwald. "Jede hat ihre Vorzüge. Ich habe in den letzten Monaten auf Orgelfahrten Referenzinstrumente in verschiedenen Kirchen gespielt", berichtet der Kantor. "Jetzt kommt es auf unsere Wünsche an, was Klangflexibilität, Optik, Verarbeitung und Zugänglichkeit betrifft und wie diese umgesetzt werden."

Eine Überlegung ist, die Orgel auf der Empore etwas nach vorne zu rücken, um den großen Pfeifen mehr Raum zu geben. Ein statisches Gutachten habe diese Möglichkeit bereits zugesichert. Scheffler: "Wir würden auch gerne eine Anzahl alter Pfeifen behalten, aber die Orgelbauer haben dazu unterschiedliche Meinungen." Das Preis-Leistungsverhältnis sei letztendlich eines der wichtigsten Kriterien.

Orgelbauer haben derzeit Lieferzeiten zwischen drei und viereinhalb Jahren. "Uns wird gerade in dieser Zeit deutlich, dass Livemusik durch nichts zu ersetzen ist", sagt Scheffler.

Pfeifenpatenschaften sind unter www.orgel-dankeskirche.de, Orgelwein bei Weinhandel Fertsch und Orgelpralinen bei Confiserie Odenkirchen auch online und im Lieferservice erhältlich.

Quelle: Wetterauer Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare