Obduktionsbericht: Mann ist in der Usa ertrunken

Bad Nauheim-Nieder-Mörlen (bk). Der 75-jährige Mann, der am Samstagmorgen tot in der Usa lag, ist ertrunken. "Nach dem Obduktionsergebnis ist Fremdverschulden eindeutig auszuschließen", erklärte Jörg Reinemer, Sprecher der Polizei Friedberg, am Mittwoch auf WZ-Anfrage.

Es hätten sich auch keine Hinweise auf plötzlich auftretende gesundheitliche Beschwerden wie Herzinfarkt oder Schlaganfall ergeben. Wie in der Montag-Ausgabe berichtet, waren die Ermittler am Sonntag zunächst von einer anderen Todesursache ausgegangen, weil die Usa derzeit kaum Wasser führt. Reinemer: "Ganz ungewöhnlich ist das nicht, es sind schon Leute in Pfützen ertrunken."

Nach Aussage des Polizei-Sprechers liegt das Resultat der Obduktion seit Dienstagabend vor, noch nicht erfolgt sind allerdings die Laboranalysen, die möglicherweise Aufschluss darüber geben könnten, warum der 75-Jährige die Böschung hinab in die Usa gestürzt ist. Alkoholkonsum könnte dabei eine Rolle gespielt haben.

Reinemer zufolge haben die Ermittlung WZ-Informationen bestätigt, wonach sich der Mann am Freitag in der Teichhaus-Gaststätte aufgehalten hat. "Dort ist er zwischen 20 und 20.30 Uhr gegangen. Ob er sich direkt auf den Heimweg nach Nieder-Mörlen gemacht hat, wird sich wohl nicht mehr klären lassen", sagte der Polizei-Sprecher.

Es könnte also noch hell gewesen sein, als der Mann in den Fluss fiel - gleichwohl wurde er erst am Samstag gegen 6 Uhr entdeckt, und zwar nicht allzu weit vom Teichhaus entfernt am Promenadenweg zwischen Kernstadt und Nieder-Mörlen in Höhe der Fußgängerbrücke. An der Bergung des Toten war am Samstag auch die Bad Nauheimer Feuerwehr beteiligt. Wie sich Aussagen des Einsatzleiters entnehmen lässt, hatte sich der 75-Jährige nach dem Sturz in die Usa im Flussbett offenbar noch einige Meter fortbewegt. Es war ihm aber nicht mehr gelungen, sich ohne fremde Hilfe zu retten.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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