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Nun könnten die Tiere vielleicht schon im Sommer auf dem Gelände ihr neues Quartier beziehen. Die Greifvogelfreunde legen sich dafür ins Zeug.

Goldsteinpark

Greifvogelpark: Arbeiten für Adler, Uhu & Co.

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Adler, Uhu & Co. haben bekanntlich den Zuschlag für den Bad Nauheimer Goldsteinpark bekommen. Nun laufen die Arbeiten für den Greifvogelpark. Die WZ hat vorbeigeschaut.

Zehn Jahre lang haben sie darauf gewartet, das Projekt Greifvogelpark zu realisieren. Nun haben die Greifvogelfreunde um Ernst Marscheck und Stefan Zwätz losgelegt. Seit vergangener Woche sind fünf Vereinsmitglieder im Dauereinsatz, die Schwarzdornhecken haben bereits einen Rückschnitt erhalten. Ende Februar sollen die ersten Arbeiten beendet werden. Schon im Sommer könnten die ersten Gäste den Greifvogellehrpfad im Goldsteinpark besuchen.

"Wir freuen uns, dass unsere Ideen nun in die Tat umgesetzt werden können", sagt Zwätz. Seit einer Woche sind die Greifvogelfreunde im Einsatz. "Als erstes haben wir einen Weg freigeschnitten, damit das Gelände einigermaßen begehbar ist." Weitere Heckenschnitte finden gerade im hinteren Teil des Areals statt. Dort im geschützten Bereich der Fläche oberhalb der Toilettenanlage, entsteht dann der eigentliche Raum für die Volieren, "Dem Goldsteinpark wird dadurch nichts weggenommen, vielmehr wird ein neuer Teil der Parkanlage begehbar gemacht."

Naturzaun und Schutz für Igel

Bis Ende Februar müssen alle Rückschnitte erledigt werden - "wegen der Nist- und Brutzeit", wie Zwätz erklärt. Auch die Verwurzelungen müssen noch entfernt werden. Der überschüssige Heckenschnitt werde in die neue Anlage integriert. Rund um die Vogelanlage werde daraus ein hoher und breiter Naturzaun errichtet. So entstehe ein Sicht- und Windschutz. Das Abgeschnittene werde aber auch für Kleinwild und Igel verwertet. Aus Ästen und Holz würden Schutzräume für die Tiere angelegt.

Der nun bereits freigeschnittene Weg werde nach Fertigstellung der Anlage auch als offizieller Zugang genutzt. "Der Weg zu den Volieren wird dann später gut drei Meter breit und 40 Meter lang sein", sagt Zwätz.

Bei Großveranstaltung werden Tiere ausquartiert

Die Greifvogelanlage soll zudem ein 7,50 Meter breites Eingangstor erhalten. Vom Goldsteinpark aus wird seitlich ein Schotterweg zum Eingang angelegt, um Besuchern den Zugang auf die Anhöhe zu erleichtern.

Wann genau die ersten Gäste den Greifvogellehrpfad betreten können, steht noch nicht fest. "Wir hoffen, dass wir im Juni oder Juli langsam starten können", sagt Zwätz. "Bevor die Greifvogelanlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, müssen erst alle schriftlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen."

Seitens des Denkmalschutzes habe der Verein bereits eine Zusage erhalten. Schritt für Schritt gehe es nach Absprache mit dem Veterinäramt und mit allen vorliegenden Genehmigungen dann weiter. Gibt es von allen Seiten grünes Licht, werden nach Fertigstellung der Anlage zunächst sechs Greifvögel das neue Quartier im Goldsteinpark beziehen. Im Falle einer Großveranstaltung auf dem Gelände sollen die Bussarde, Adler, der Falke und der Uhu kurzzeitig ausquartiert werden.

Für dieses Jahr hat der Verein der Greifvogelfreunde bereits viele Anfragen vorliegen. "Wir sind uns sicher, dass das Interesse nochmals wachsen wird, wenn wir hier im Goldsteinpark einen festen Standort haben", ist sich Zwätz sicher. Zehn Jahre haben die Falkner für eine Greifvogelanlage im Bad Nauheimer Goldsteinpark gekämpft. Vor wenigen Wochen gab das Stadtparlament mit klarer Mehrheit endgültig seinen Segen für das Projekt.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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