Musikalische Reise rund um den Globus

  • vonHedwig Rohde
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Auftritte des Regenbogenchors Bad Nauheim sind dank der vielfarbigen Schals der Sängerinnen und Sänger immer auch ein optisches Erlebnis. Die bunte Vielfalt ist Programm, korrespondiert sie doch mit der bereits bei der Chor-Gründung in den 1980er Jahren definierten inhaltlichen Ausrichtung einer Gesangsgemeinschaft, die einen musikalischen Bogen schlagen möchte zwischen verschiedenen Völkern und Epochen.

Auftritte des Regenbogenchors Bad Nauheim sind dank der vielfarbigen Schals der Sängerinnen und Sänger immer auch ein optisches Erlebnis. Die bunte Vielfalt ist Programm, korrespondiert sie doch mit der bereits bei der Chor-Gründung in den 1980er Jahren definierten inhaltlichen Ausrichtung einer Gesangsgemeinschaft, die einen musikalischen Bogen schlagen möchte zwischen verschiedenen Völkern und Epochen.

Dementsprechend bunt und vielfältig war das Programm des Weihnachtskonzerts, zu dem der seit 2013 von Michael Weber geleitete Chor wenige Tage vor dem Fest in der bereits weihnachtlich geschmückten St.-Bonifatius-Kirche einige Hundert Besucherinnen und Besucher begrüßen konnte.

Den Anfang machte ein Klassiker, "Adventi ének" des ungarischen Komponisten Zoltan Kodály (1882–1967), gefolgt von "Jul, Jul, strálende Jul" des schwedischen Komponisten Gustav Nordquist (1886–1949), dem aus Frankreich stammenden Lied "Entre le boeuf" und "Locis iste" von Anton Bruckner. In Deutschland weniger bekannt ist "On The First Day of Christmas", das aus dem England des 19. Jahrhunderts überliefert ist.

"Jingle Bells" für den Heimweg

Stimmsicher und klangschön präsentierten die Sängerinnen und Sänger in der mit einer besonders guten Akustik ausgestatteten Kirche nach dem Kanon "Noel" das Lied "In the bleak midwinter" von Gustav Holst, "Es ist ein Ros entsprungen" von Michael Praetorius (1571–1621), den aus dem 15. Jahrhundert stammenden italienischen Hymnus "Alta trinita beata" und den modernen, untrennbar mit dem Namen von Louis Armstrong verbundenen Song "What a wonderful world" aus der Feder von G.D. Weiss und B. Thiele (Text). "Vom Himmel hoch" aus dem 16. Jahrhundert im Satz von Hans Leo Haßler, "Exaltabo te" von Giovanni Casali (1715–1762) und die exotische Volksweise "Wasma Ajelile" aus Ghana setzten weitere musikalische Akzente, bevor eine gesprochene Weihnachtsgeschichte dem Gehör des Publikums eine Pause verschaffte.

Den zweiten Gesangsblock eröffneten die 30 Sängerinnen und Sänger mit dem Weihnachtswiegenlied des zeitgenössischen englischen Komponisten John Rutter.

Es folgten erneut in raschem Wechsel weltliche und geistliche Weihnachtslieder aus unterschiedlichen Jahrhunderten und in unterschiedlichen Stilrichtungen, angefangen von "Übers Gebirg Maria geht" (Johann Eccard, 1553–1611), "Hört der Engel helle Lieder" (komponiert 1954 von Otto Abel auf der Basis eines französischen Weihnachtsliedes) und dem "Albrechtsberger Kyrie" aus der Missa Sancti Josephi von Johann Georg Albrechtsberger (1736–1809) über den Klassiker von Johann Sebastian Bach (1658–1750) "Ich steh an Deiner Krippen hier", das sehr beliebte "Winter Wonderland" von Felix Bernard (1897–1944) und das Volkslied "On The First Day of Christmas" (England, 19. Jahrhundert) bis hin zum abschließenden schwungvollen "Merry Christmas Jazz" von Tom Cunningham.

Den anhaltenden Applaus des begeisterten Publikums belohnten die Sänger und Sängerinnen des Chors mit Zugaben: das muntere "Jingle Bells" und "O du fröhliche", das deutsche Weihnachtslied schlechthin, klangen in den Zuhörern auf ihrem Heimweg sicher noch lange nach.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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