Müllabfuhr: Witzel kritisiert Firma Fehr

Bad Nauheim (bk). Unzufrieden mit der Entsorgung von Verpackungsmüll in Gelben Säcken und Altglas ist Bürgermeister Bernd Witzel. Es komme ständig zu Beschwerden von verärgerten Bürgern aus der Kurstadt, weil die vom Dualen System Deutschland (DSD) beauftragte Firma Fehr ihren Verpflichtungen nicht nachkomme.

"Obwohl das Unternehmen von der Stadt mehrfach mündlich und schriftlich ermahnt wurde, hat sich das Problem kaum verändert", betonte Witzel.

Die Schwierigkeiten beim Abtransport der Gelben Säcke und bei der Leerung der Glascontainer in Bad Nauheim bestehen nach Angaben des Rathauschefs seit einigen Monaten. Immer noch machten viele Bürger hierfür den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb verantwortlich, wo täglich Beschwerden zu diesem Thema eingingen. Wie der Bürgermeister in diesem Zusammenhang noch einmal klarstellte, sei nicht die Stadtverwaltung, sondern die Firma Fehr für Abfuhr dieser beiden Müllfraktionen verantwortlich, die der Wiederverwertung zugeführt werden sollen.

Weil die Korrespondenz mit dem Entsorgungsunternehmen nicht das gewünschte Ergebnis gebracht habe, hat sich der Rathauschef nunmehr direkt an das Duale System Deutschland gewandt, um eine Lösung herbeizuführen. Zum Thema machen will Witzel dabei vor allem die seiner Ansicht nach unhaltbaren Ausschreibungsbedingungen und das Vergabeverfahren.

Wie der Bürgermeister durchblicken ließ, müssten die vom DSD beauftragten Unternehmen zu äußerst schwierigen Bedingungen arbeiten, darunter leide zwangsläufig die Qualität der erbrachten Leistungen. Das Ausschreibungsverfahren habe einen "bitteren Geschmack".

Witzel: "Die einzelnen Mitarbeiter der Firma Fehr müssen bei der Entsorgung immer mehr leisten. Bei der Abfallentsorgung sind nicht - wie beim Abfallbetrieb der Stadt Bad Nauheim - immer zwei Personen im Einsatz, um diese Arbeiten ordnungsgemäß verrichten zu können. Wie es leider schon fast üblich ist, werden die höheren Anforderungen der Großbetriebe auf dem Rücken der schwächsten Glieder, der Mitarbeiter der Entsorgungsfirma, ausgetragen. Eine bedauerliche Entwicklung."

"Stadtbild empfindlich gestört"

Weil sich an der Entsorgungsqualität in absehbarer Zeit vermutlich nichts ändern wird, bittet der Bürgermeister um Unterstützung. Die Bürger sollen sich bei Problemen direkt an das kostenlose Servicetelefon des Unternehmens Fehr wenden: Die Nummer lautet 0800/6 66 54 45.

"Auf keinen Fall kann mehr hingenommen werden, dass durch solche Schludereien das Stadtbild empfindlich gestört wird", unterstrich der Bürgermeister.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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