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Von Raritäten, die man nicht oft zu Gesicht bekommt, werden Erinnerungsfotos gemacht.

Luxus-Flair für starke Kinder beim Oldtimertag

Bad Nauheim (cor). Laute und knatternde Motoren waren von Weitem zu hören, immer neue Fahrzeug-Raritäten bahnten sich ihren Weg auf das Gelände. Zum neunten Oldtimertag zog es am Sonntag schon früh die ersten Besucher in den Sprudelhof.

Die Lions Club Bad Nauheim und Bad Nauheim "Hessischer Löwe" sowie Round Table 123 hatten wieder gemeinsam eingeladen, und das große Event, dass stets am letzten Sonntag im August stattfindet, auf die Beine gestellt. Mit großem Erfolg, denn zahlreiche Besucher genossen das Angebot rund um die vielen Oldtimer und nutzten die Gelegenheit, in einem der Klassiker mitzufahren.

14 Jahre lang ein Auto restauriert

So drehte auch Frank Döring vom Lions Club Bad Nauheim mit interessierten Besuchern zahlreiche Runden in seinem rotem MGA 1600-MK-II Deluxe. Den Oldtimer, der ursprünglich aus Kalifornien stammt, hat er 2007 in Frankreich erworben. "Verrostet mit falschen Einbauten", sagte Döring, der sich selbst ans Werk gemacht und das gute Stück mühevoll in seine Bauteile zerlegt hatte und alles neu aufarbeitete. Heute nutzt er den Sportwagen selten, "es ist ja kein Alltagsauto".

+++Weitere Fotos vom Oldtimertag+++

Dafür ein sehr bekanntes, schließlich hatte das gleiche Modell 1961 einen großen Auftritt im Kinofilm "Blue Hawaii" mit Elvis Presley gehabt. Elvis sang aus seinem roten, offenen MGA 1600 Mk I Roadster heraus. Das Auto war in der ersten Hälfte des Films häufig zu sehen und gefiel auch Elvis Presley so gut, dass er ihn kaufte. Der Oldtimer von Wolfgang Schmutzler ist schon oft im Buckingham Palace in London zu Gast gewesen. "Der gehörte früher mal einem Major der Königlichen Garde", erläuterte der Bad Nauheimer. Nur 696 Fahrzeuge wurden vom Modell M.G. SA Tickford hergestellt. "30 davon haben überlebt." 14 Jahre lang hat Schmutzler seinen Oldtimer aus dem Jahr 1937 restauriert. Genutzt wird er heute nur auf Oldtimerfahrten oder an Wochenenden. "Man möchte das Auto ja nicht überstrapazieren."

Hauptpreis bleibt in Bad Nauheim

Rund 60 klassische Fahrzeuge wurden den Gästen zur Mitfahrgelegenheit angeboten, darunter auch ein nagelneuer Ferrari mit Turbomotor aus dem Jahr 2016. Für fünf Euro pro Fahrt hatten die Besucher die Qual der Wahl. Moderator Prof. Arno Fuchshuber stellte die Fahrzeuge dem Publikum vor. Musikalisch sorgte die Big Band des Landespolizeiorchesters Hessen für Unterhaltung, an den Ständen der Clubs wurden die Gäste kulinarisch versorgt.

Längst hat der Oldtimertag Tradition, ist aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Bad Nauheim nicht mehr wegzudenken. Hinter dem Event steckt ein karikativer Gedanke: Mit den Einnahmen unterstützen die drei Clubs Projekte für Kinder. "In diesem Jahr geht der Erlös an die Digitale Helden gGmbH", erklärte Christiane Führer, die Öffentlichkeitsbeauftragte des Lions Club "Hessischer Löwe" Bad Nauheim.

Dahinter verbirgt sich ein Medienbildungsprogramm für Schulen. Jugendliche der achten und neunten Klassen werden zu Mentoren ausgebildet und agieren als medienkompetente Ansprechpartner für jüngere Schüler. Sie klären über einen sinnvollen Umgang mit modernen Medien auf.

"Kindern helfen und gewinnen", lautete das Motto bei der Verlosung. Geschäftsleute aus Bad Nauheim, Friedberg und Gießen hatten 20 attraktive Preise gesponsert. "Viele von ihnen unterstützen uns dauerhaft", sagte Führer. Der Auto-Park Schreier Bad Nauheim stellte dazu den Hauptpreis, einen Citroën C1, zur Verfügung. Und der bleibt nach der Gewinnziehung, bei der Rosenkönigin Anna Bechtold als Glücksfee gewirkt hat, auch in Bad Nauheim: Britta Weber darf sich über den neuen Flitzer freuen. Der Reinerlös des Losverkaufs geht komplett an die Digitale Helden gGmbH.

Die anderen Gewinner werden telefonisch informiert, sie können sich auch unter www. für-kinder.org informieren, ob ihr Los gewonnen hat. Außerdem können die Preise ab sofort auch in der Kinderarztpraxis Prof. Dr. Arno Fuchshuber (Ludwigstraße 3 in Bad Nauheim) zu den Praxiszeiten abgeholt werden.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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