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Ein Krimi oder Thriller, der unter die Haut geht? Gesundheitsthemen, bedeutende Historie, Romane oder Kinderlektüre? Was das Angebot der diesjährigen Ernst-Ludwig-Buchmesse anging, kamen Lesefans am Wochenende voll auf ihre Kosten. Über 60 Aussteller, Lesungen, Workshops und Kunst garantierten den Besuchern ein vielfältiges Angebot. Erstmals fand die Kurstadt-Buchmesse in der Ehrenhalle des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung, dem W. G. Kerckhoff-Institut, statt. Eine gute Wahl, beeindruckte neben dem Messeangebot auch das Ambiente des bedeutenden Gebäudes.

Ein Krimi oder Thriller, der unter die Haut geht? Gesundheitsthemen, bedeutende Historie, Romane oder Kinderlektüre? Was das Angebot der diesjährigen Ernst-Ludwig-Buchmesse anging, kamen Lesefans am Wochenende voll auf ihre Kosten. Über 60 Aussteller, Lesungen, Workshops und Kunst garantierten den Besuchern ein vielfältiges Angebot. Erstmals fand die Kurstadt-Buchmesse in der Ehrenhalle des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung, dem W. G. Kerckhoff-Institut, statt. Eine gute Wahl, beeindruckte neben dem Messeangebot auch das Ambiente des bedeutenden Gebäudes.

Welche Historie sich hinter dem Institut verbirgt, verdeutlichte gleich zur Eröffnung der Buchmesse Dr. Matthias Heil in seinem Vortrag. Schon seit 1931 steht das Bad Nauheimer Max-Planck-Institut im Dienste der Herz- und Lungenforschung. Die Einrichtung wurde ursprünglich als William G. Kerckhoff-Herzforschungsinstitut gegründet und von der gleichnamigen William G. Kerckhoff-Stiftung getragen. 1951 erfolgte die Angliederung, 1972 die vollständige Integration in die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, 2005 schließlich die Umbenennung in "Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung". Langjährige Sanierungsmaßnahmen kamen 2018 zu einem Ende. Die Öffnung des Gebäudes zur Buchmesse nutzen viele daher auch, um einmal hinter die Fassade des Gebäudekomplexes zu blicken. Gleich drei Ebenen standen den Ausstellern zur Verfügung. Schon beim Betreten der großen Ehrenhalle zeigten sich Besucher beeindruckt. "Ich bin sehr dankbar, dass die Buchmesse in diesem wunderbaren Gebäude stattfinden kann", sagte auch die Initiatorin Beatrix van Ooyen, die in monatelanger Vorarbeit zum dritten Mal in Folge ein umfangreiches Angebot auf die Beine gestellt hat. Rund 60 Aussteller, darunter Autoren, Verlage, Comic-, Satire- und Papeterieanbieter, Journalisten, Künstler, Gesundheitsexperten, Lesepädagogen, Fotografen und Vereine haben sich präsentiert.

Die Qual der Wahl hatten Besucher parallel bei den rund 30 Lesungen, Workshops und Präsentationen im kleinen Hörsaal und der Bibliothek. Neben bekannten Lokal-Autoren wie Jule und Gernot Heck "Kurz und Gut", Michael Elsaß "Wetterauer Radtouren" und Frank Uwe Pfuhl "Nidda 3.0", stellte auch Detlef Jost seinen Gedichtband "Wege des Lebens" (Lotte Verlag) vor. Auch gewährte Dr. Gabriele Götz-Keil erste Einblicke in ihr Buch "Mein wundersamer Weg ins Heilsein", welches in wenigen Wochen ebenfalls im Lotte Verlag erscheinen wird. Lebensnah und sehr authentisch beschreibt die Onkologin ihre Auseinandersetzung mit dem Krebs. Überhaupt bildete das Thema Gesundheit einen der Schwerpunkte der Buchmesse. Mit dabei, auch lokale Vereine wie der Kneipp-Verein, die Bürgerstiftung "Ein Herz für Bad Nauheim" und der Lions Club Hessischer Löwe mit seinem Bilderflohmarkt. Auch konnte das erste Stadtwerke-Buch "Wasserwerk am Großen Teich" exklusiv erworben werden.

Singener WZ-Redakteur

Mit "Blues & Blabla" sorgte WZ-Redakteur und "Kurstadt-Cocktail-Mixer" Jürgen Wagner mit heiteren Texten und Liedern wie "Ranze-weh" oder dem "Reha-Song" für amüsante Unterhaltung. Auch beeindruckten die Poetry-Slammer Thorsten Zeller, Lea Klein und Grollinger von Groll. Erstmals dabei, der Fotograf Régis Bossu, der nicht nur sein Buch "More than just a kiss" vorstellte, sondern auch eine seiner bedeutendsten Fotografien zeigte, den "Bruderkuss" zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker. Das Foto der wohl berühmtesten Umarmung hat Bossu im Oktober 1979 in Ostberlin aufgenommen. "Ich hatte kaum Zeit zu überlegen", sagte Bossu, "Das Foto ist zu meiner beruflichen Visitenkarte geworden", so der Fotograf, der in seinem Buch viele weitere Kapitel öffnet. Kohl und Mitterand, Hand in Hand, eine Siegespose 1989 auf der bereits halb zerstörten Berliner Mauer, Tausende trauernde Männer fast in Trance beim Tod von Ayatollah Khomeini in Teheran, Bossu hat viele Momente mit seiner Kamera festgehalten und in sein Buch gepackt.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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