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Linda Thompson tritt am heutigen Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 11.30 Uhr während des Elvis-Festivals in Bad Nauheim gemeinsam mit ihrem Bruder Sam auf - beide Male im Jugendstiltheater.

Elvis-Freundin im Interview

Linda Thompson An der Seite des Weltstars Elvis Presley

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Die Geschwister Linda und Sam Thompson sind Special Guests beim Elvis-Festival in Bad Nauheim. Linda war mit Elvis liiert, ihr Bruder war Bodyguard des King. Hier ist ein Interview mit Linda.

Sie waren Elvis’ langjährige Begleiterin von 1972 bis 76. Wo haben Sie Elvis kennengelernt?

Linda Thompson:Ich war in das "Memphis Theatre" eingeladen, damals war ich Miss Tennessee Universe. Ich nahm meine Freundin Jeannie mit, sie war Miss Rhode Island. Wir sollten eigentlich modeln, gingen dann aber in das Theatre. Elvis kam erst nach Mitternacht.

Das war nach der Trennung von Elvis und Priscilla. War es eine harte Zeit?

Thompson:Er hatte sich im Dezember 1971 getrennt, wir lernten uns im Juli 1972 kennen. Ich wusste nicht, dass sie getrennt waren. Es war noch nicht öffentlich. Wir verstanden uns von Anfang an, hatten viele Gemeinsamkeiten. Es hat sich angefühlt, als würden wir uns schon lange kennen.

Gab es einen Kontakt zwischen Ihnen, Elvis und Priscilla in Bezug auf die Tatsache, dass seine Tochter Lisa Marie schon geboren war?

Thompson:Wenn Lisa Marie Elvis besuchte, wie an Ostern oder Weihnachten, wurde sie von Bodyguards abgeholt. Als wir im ersten Jahr zusammen waren, bat er mich, ihn zu einem Eltern-Lehrer-Treffen an einer Schule zu begleiten. Er sagte mir, dass Priscilla auch da sei. Da habe ich sie das erste Mal gesehen.

Gab es einen Moment mit Elvis, an den Sie sich besonders erinnern?

Thompson:Es gab so viele Momente. Er war sehr romantisch, liebevoll und großzügig. Im ersten Jahr waren wir in der Suite in Las Vegas. Er ging noch einmal weg, während ich duschte. Als er zurückkam, schenkte er mir einen Diamantring. Er trug einen weißen Anzug und weiße Schuhe und sah unglaublich toll aus. Ich fragte ihn, warum er mir das schenkt, und sagte, dass es nicht nötig sei. Er antwortete, weil er mich liebe.

Von 1972 bis 1976 sind Linda Thompson und Elvis Presley ein Paar gewesen.

Wo haben Sie in den 70ern gelebt und wie war das Leben mit dem "King"?

Thompson:In Graceland und Las Vegas. Ich war ein junges, naives Mädchen, nicht lebenserfahren und wusste nicht, ob ich ihm vertrauen konnte. Er war nicht nur der Weltstar. Ich lebte mit dem privaten Elvis, der humorvoll und sensibel war.

Ihr Bruder war Elvis’ Bodyguard. Wie hat er diesen Job bekommen?

Thompson:Mein Bruder war Police Officer, und Elvis hatte großen Respekt vor der Polizeiarbeit. Er wusste von mir, dass Sam eine schwierige Knieverletzung hat. Elvis fragte mich, ob er als Bodyguard für ihn arbeiten könnte. Ich habe das meinem Bruder erzählt, und er hat sofort eingewilligt.

Was war die Herausforderung für Ihren Bruder, eine so berühmte Person zu bewachen?

Thompson:Sam ist ein freundlicher Riese und unglaublich intelligent. Er hat die tolle Gabe, Menschenmengen zu scannen und Auffälligkeiten zu erkennen. Er war prädestiniert für diesen Job.

Haben Sie gemeinsam über Elvis’ Filme oder Musik gesprochen?

Thompson:Wir sahen viele Filme zusammen. Monty Python, Peter Sellers, Pink Panther. Das war der Humor, den Elvis mochte. Er liebte alle Arten von Musik und hat daraus seinen eigenen Musikstil entwickelt.

Warum haben Sie sich getrennt?

Thompson:Der Lebensstil erschöpfte mich mit der Zeit. Ich machte mir tagsüber Sorgen um Elvis und konnte nachts nicht schlafen. Tagsüber beschäftigte ich mich mit Lisa Marie. Ich wollte eine Familie und Kinder und konnte das damit nicht vereinbaren. Ich wollte meine Kinder nicht in diesem extremen Lebensumfeld aufwachsen sehen.

Wie erinnern Sie sich an den tragischen Tag, an dem Elvis so plötzlich starb?

Thompson:Lisa Marie rief mich an. Sie war in Graceland, ich in Los Angeles. Ich war von der Nachricht so geschockt, dass ich zunächst das Telefon durch das Zimmer warf. Ich packte meinen Koffer, um nach Memphis zu fahren. Während ich packte, fiel der Strom aus. Ich stellte Kerzen auf, und Freunde, die mich besuchen kamen, dachten, ich gedenke Elvis mit Kerzen. Sein Tod war die Schlagzeile des Tages, doch dann gingen sie zu anderen Themen über.

Sie halten sich aktuell in Bad Nauheim auf, um das European Elvis Festival zu besuchen. Fühlen Sie sich geehrt, hier sein zu dürfen?

Thompson:Ja, vielen Dank für diese Frage. Es gibt niemanden in der Geschichte, der diese Art von Bewunderung erfährt wie Elvis. Es ist der Verdienst der Fans, dass Elvis heute immer noch eine Legende ist. Es ist für sie zu einer Art Religion geworden, ihm am Todestag mit Kerzen zu huldigen.

Sind Sie zum ersten Mal hier?

Thompson:Ja. Elvis erzählte mir von dem Hotel, in dem er gelebt hatte. Das Privathaus in der Goethestraße, in dem er auch lebte, habe ich mir gestern angesehen und verschiedene andere Orte. Er war damals 24, und er bestand darauf, dass er wie jeder andere Soldat behandelt werden wollte.

Wie gefallen Ihnen Bad Nauheim, die Fans und Deutschland?

Thompson:Sehr gut. Ich war auch in München und Neuschwanstein. Ich möchte am 21. August zurück sein, wenn mein jüngster Sohn Geburtstag hat.

Sie werden am Wochenende viel Aufmerksamkeit haben. Über was werden Sie und Ihr Bruder in der Talkshow am Samstag sprechen?

Thompson:Wir werden auf Fragen antworten. Es gibt bestimmt sehr persönliche Fragen, und wir werden versuchen, das Interesse der Personen zu befriedigen, die die Fragen stellen.

Sie sind in der Stadt, in der Elvis in Deutschland gelebt hat. Ist das etwas Besonderes für Sie?

Thompson:Ich finde die Art und Weise toll, wie das Gedenken an ihn in der Stadt hochgehalten wird. Es gibt hier zwei Fußgängerampeln, die das Emblem von Elvis haben. Ich bin sehr neugierig, das zu sehen und kann es kaum erwarten, dies auf meinem Instagram-Account zu posten.

Wie reagieren Fans gewöhnlich, wenn sie die Chance erhalten, mit Ihnen zu sprechen?

Thompson:Ich spüre, dass die Fans es schätzen, dass ich mich um Elvis gesorgt und ihn geliebt habe.

Sie haben eine eigene Karriere aufgebaut. Sie sind Sängerin und Liedtexterin. Was sind die laufenden Projekte, an denen Sie arbeiten?

Thompson:Ich habe aktuell einen Country-Song mit einem Freund in Nashville geschrieben. Songs zu schreiben, entschleunigt mich. Ich habe zwei erwachsene Söhne mit turbulentem Leben und eine vierjährige Enkelin. Trotz Ruhestand arbeite ich weiter und bin hier und da in Projekte involviert.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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