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Ovag-Varieté

So international war es in Bad Nauheim noch nie

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45 Artisten aus 20 Nationen kommen ab Januar für 50 Vorstellungen zum Ovag-Varieté ins Jugendstiltheater. Auch auf zwei frühere Publikums-Lieblinge dürfen sich die Besucher freuen.

So international war das Ovag-Varieté in seiner 18-jährigen Geschichte noch nie: 45 Artisten aus zwanzig Nationen wollen ihre zirzensischen Künste vom 10. Januar bis 5. Februar im Jugendstiltheater des Dolce in Bad Nauheim bei insgesamt 50 Vorführungen vor erwarteten 33 000 Zuschauern zeigen.

Ursprünglich gleich aus vier Nationen kommt die französische Gruppe der Bartigerzz, und das ist so etwas wie der Traum der französischen Nationalmannschaft, "Les Bleus", dem Zusammenspiel verschiedener Ethnien in einem Team. Denn Nabilson, Nama, Aly und Johnatan kommen aus Algerien, Mali, dem Kongo und Senegal. Gemeinsam bringt das mit Muskeln luxuriös ausgestattete Quartett eine bärenstarke Nummer am Doppelbarren.

Eine Nummer, die Nabilson tatsächlich auf den Straßen von Paris entwickelte, aufbaute und plötzlich bei diversen Talent-Shows in Frankreich und in arabischen Ländern landete. Vor sieben Jahren legten die vier ehemaligen Studenten los, haben mittlerweile eine Tournee durch die USA hinter sich und sind unlängst im Palast von Dubai im Rahmen einer Live-Übertragung des dortigen Fernsehens aufgetreten.

Durch den Tennisschläger

"Wir wissen, welchen Ruf das Varieté in Bad Nauheim in der Artistenwelt genießt, dass es bekannt ist für ein äußerst begeisterungsfähiges Publikum und ich darf für meine drei Freunde sagen: Wir sind heiß auf dieses Engagement und wir werden die Bühne des Dolce zum Brennen bringen", verspricht Nabil.

Vier Jungs, die die Frauen Staunen und manchen Herren im Publikum neidisch machen werden. Selbstverständlich gehört zum Varieté auch die weibliche Note, Eleganz, Anmut, außergewöhnliches Bewegungstalent. Das verkörpern African Trilogy aus Äthiopien in einer Mischung aus grazilen Körperbauten und Verbiegekunst. Ganz und gar auf das Verbiegen setzt hingen George Faining aus Ghana. Szenename: Gummi-Guru. Denn George verknotet sich in einer Art und Weise, dass das bloße Zusehen Schmerzen bereitet - und am Ende gar krabbelt der Guru durch einen Tennisschläger.

Das Genre Jonglieren vertreten zwei ganz unterschiedliche Meister ihres Fachs. Zum einen Mario Berousek aus Prag, derzeit einer der schnellsten Tempo-Jongleure der Welt. Auf außergewöhnliche Tricks und eine ausgeklügelte Choreografie setzen die vier Diabolo Walkers aus Taiwan, die mit eben diesem Spielgerät einen fulminanten Auftritt hinlegen.

Hoch in der Luft - auch das gehört zum Internationalen Ovag-Varieté. Da ist zum einen Lea Hinz, ehemalige Deutsche Meisterin der rhythmischen Sportgymnastik und seit mehreren Jahren in Las Vegas ansässig, wo sie in den bedeutenden Show-Häusern längst zu einer Größe zählt.

Preisgekrönte Nummer

Bei einem ihrer selten gewordenen Gastspiele in Deutschland zeigt sie im Luftring ihre preisgekrönte Nummer "Mirrors". Am Fangstuhl schwingen José und Dani aus Barcelona. Für ihren wagemutigen Act wurden sie ausgezeichnet mit der Silbermedaille beim Weltzirkus-Festival in Paris.

Poesie pur - das versprechen das Halves Project aus Kiew mit einer fantasievollen Schwarzlichtmagie und die junge Chinesin Yuan Yuan Yang mit ihrer Darbietung "rollende Lichter" - ein artistischer Clou bei dem sie brennende Kerzen auf Stirn, Händen und Füßen balanciert. Auf zwei frühere Publikums-Lieblinge dürfen sich die Besucher in Bad Nauheim freuen: Auf den einzigartigen Komiker Steve Eleky aus Ungarn mit seinem Schlachtruf "Spaaaß" und auf das Duo Vanegas aus Kolumbien in und auf dem sagenumwobenen Todesrad.

Als Moderatorin ist Lindenstraßen-Schauspielerin Rebecca Siemoneit-Barum verpflichtet, die mit Witz und Schlagfertigkeit durch das Programm führen und mit LePrince aus Surinam an ihrer Seite musikalisch einheizen möchte.

Eintrittskarten gibt es direkt bei der Ovag in Friedberg oder telefonisch unter 0 60 31/68 48 11 13.

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