Hochwasserschutz hat sich bewährt

Bad Nauheim (is). In den letzten Tagen konnten Spaziergänger beobachten, dass die Renaturierung der Usa in Bad Nauheim, verbunden mit dem Ausbau von Stellen, an denen sich die Fluten bei Hochwasser ausbreiten können, Früchte getragen hat. Trotz des extremen Tauwetters kam es im Stadtgebiet zu keinen Überflutungen, stattdessen verteilten sich die Wassermassen auf sogenannten Retentionsflächen.

Bad Nauheim (is). In den letzten Tagen konnten Spaziergänger beobachten, dass die Renaturierung der Usa in Bad Nauheim, verbunden mit dem Ausbau von Stellen, an denen sich die Fluten bei Hochwasser ausbreiten können, Früchte getragen hat. Trotz des extremen Tauwetters kam es im Stadtgebiet zu keinen Überflutungen, stattdessen verteilten sich die Wassermassen auf sogenannten Retentionsflächen. Der Hochwasserschutz in Form von erhöhten Uferbefestigungen tat ein Übriges.

In gewaltig breitem Strom stürzte das Wasser über die neue Fischtreppe an der Küchlerstraße. In Niedrigwasserzeiten kann man an der gleichen Stelle, die inzwischen bereits dicht von Wasserpflanzen besiedelt ist, eine Vielzahl von Tieren beobachten - vom Biber bis zur Wasseramsel.

Die in der Talaue entstandenen Retentionsteiche werden inzwischen auch ausgiebig von Wasservögeln genutzt, obwohl der Bewuchs dort noch spärlich ist. An dieser Stelle rasteten während des Hochwassers mehr als 70 Stockenten, Reiher und Zwergtaucher suchten nach Nahrung: Naturidylle statt Hochwasserschrecken. In den strengen Winterwochen davor, konnte man an gleicher Stelle etwa 20 der seltenen Krickenten beobachten.

Bei diesen äußerst scheuen, winzigen Entenvögeln zeichnen sich die Männchen durch ein besonders dekoratives Gefieder aus: Den rotbraunen Kopf ziert eine blau-grün schillernde Maske, grau melierter Bauch und ockerfarbenes Heck runden die bemerkenswerte Erscheinung ab. Die dort ebenfalls häufig anzutreffenden Stockenten wirken im Vergleich mit den Winzlingen wie plumpe Riesen.

Durch die Nähe des Klärwerks mit seinen großen, naturnah gestalteten Rückzugsflächen entstand ein erheblicher Synergieeffekt, durch den auch seltene Vogelarten angelockt werden. Die Tiere finden dort auch bei starkem Frost noch offene Wasserflächen, weshalb sich in diesem Gebiet nicht nur Entenvögel, sondern auch Grau- und Silberreiher, Bläss- und Teichhühner, sowie verschiedenen Kleinvögel tummeln, etwa die hübschen Gebirgsstelzen mit ihrer zitronen-gelben Unterseite.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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