Gremien für Ausländer und Senioren uneins

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Bad Nauheim(ihm). Der Konflikt zwischen dem Bad Nauheimer Ausländer- und dem Seniorenbeirat hinsichtlich der Teilhabe ausländischer Senioren klang erneut an, als der städtische Sozialausschuss dieser Tage im Rathaus zusammenkam. "Uns bewegt nach wie vor die Einbindung ausländischer Bürger in den Seniorenbeirat, der in der zweiten Jahreshälfte neu gewählt werden soll", sagte Ausländerbeiratsvorsitzender Sinan Sert.

Der ebenfalls anwesende Hans-Urich Halwe, Vorsitzender des Seniorenbeirats, forderte die Mitglieder des Sozialausschusses daraufhin auf, Kandidaten zu werben, und bat darum auch Sert: "Es ist ja nicht so, dass überhaupt keine ausländischen Bürger kandidieren können - europäische Ausländer schon. Es wäre schön, ein oder zwei Leute dabei zu haben."

Sert erklärte, sich gern bei der Kandidatensuche einzubringen. Allerdings finde er es bedauerlich, an dieser Stelle weiterhin zwischen Deutschen, EU-Ausländern und Nicht-EU-Ausländern zu unterscheiden und das erneut zu betonen. "Der Seniorenbeirat hat die Entscheidung, die Geschäftsordnung zu überarbeiten, auf die nächste Legislaturperiode vertagt", erinnerte Sert an die November-Sitzung des Gremiums. Eine Beteiligung von Bad Nauheimern ohne EU-Staatsbürgerschaft, wie sie der Ausländerbeirat seit vier Jahren fordert, ist somit bei der nächsten Seniorenbeiratswahl erneut nicht möglich.

Damit habe sich das Gremium aus der Verantwortung gezogen und sie den Nachfolgern zugeschoben, bemängelte Sert. Er appellierte an Halwe, dem kommenden Seniorenbeirat eine Empfehlung zur Anpassung der Geschäftsordnung mitzugeben.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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