Es geht auch ohne große Worte

  • vonCorinna Weigelt
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Dass sich überragende Profimusiker im Kur-Sinfonieorchester Bad Nauheim zusammengefunden haben, ist längst auch für das Publikum in der Kurstadt spürbar. Erfolgreiche Konzerte, nicht zuletzt die ausverkauften Neujahrskonzerte, Tonstudio-Aufnahmen und ein Konzert im "Royal Opera House" Muscat im Oman verdeutlichen unter anderem die Entwicklung und Qualität des Orchesters. Nun lädt das Kur-Sinfonieorchester für Sonntag, 15. April um 15.30 Uhr zum Frühlingskonzert "Wiener Klassik" in den Großen Saal der Trinkkuranlage ein. Nur noch wenige Eintrittskarten sind erhältlich.

Dass sich überragende Profimusiker im Kur-Sinfonieorchester Bad Nauheim zusammengefunden haben, ist längst auch für das Publikum in der Kurstadt spürbar. Erfolgreiche Konzerte, nicht zuletzt die ausverkauften Neujahrskonzerte, Tonstudio-Aufnahmen und ein Konzert im "Royal Opera House" Muscat im Oman verdeutlichen unter anderem die Entwicklung und Qualität des Orchesters. Nun lädt das Kur-Sinfonieorchester für Sonntag, 15. April um 15.30 Uhr zum Frühlingskonzert "Wiener Klassik" in den Großen Saal der Trinkkuranlage ein. Nur noch wenige Eintrittskarten sind erhältlich.

Im Frühlingskonzert wird Haydns berühmtes Cello-Konzert in C-Dur vom Echo-Preisträger Victor Plumettaz interpretiert, umrahmt von zwei Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart: Zur Eröffnung erklingt die spritzige Sinfonie Nr. 14 A-Dur, im zweiten Konzertteil folgt der wohl unbestrittene Favorit der Klassik, Mozarts Sinfonie Nr. 40, "Die Große g-Moll".

"Unser Orchester besteht aus einem gutem Team, nach stetigen Verbesserungen haben wir jetzt unseren Level und ein besonderes Niveau erreicht", sagt Konzertmeister Michael Strecker.

25 Prozent des Orchesters bestehe aus den Lehrern der Musikschule Bad Nauheim. Eine Besonderheit: Der Beruf eines Musikschullehrers bedeute nicht zugleich, in einem Profi-Orchester auf diesem Niveau spielen zu können. Schließlich lege Chefdirigent Steven Lloyd-Gonzalez seine Anforderungen auch hoch an. "Das Neujahrskonzert enthielt sehr viele Noten. Die Musiker haben sich aber gerne dieser Herausforderung gestellt", sagt Strecker. Das Konzert sei gerade dadurch etwas Besonderes gewesen, für Musiker und Gäste.

"Das Glas ist immer halb voll", betont Steven Lloyd-Gonzalez. "Man muss immer mit positiven Energien und Liebe an die Arbeit herangehen."

Als Dirigent möchte er nicht wie ein Diktator dirigieren. "Bei uns herrscht eine positive Atmosphäre, das spüren auch die Zuschauer", erklärt Strecker.

Als britischer Dirigent agiere Lloyd-Gonzalez mehr mit dem Dirigat. Er benötige keine großen Worte, gesprochen werde mit den Händen. "Das ist die große Kunst dahinter." Eines seiner Vorbilder: Herbert von Karajan.

Schon früh entdeckte Steven Lloyd-Gonzalez seine Leidenschaft für die klassische Musik, nicht zuletzt durch seine Großeltern und die Mutter, eine Radio-Journalistin. In seiner Heimatstadt Birmingham habe er dazu vieles beobachtet, auch in Studios vorbeigeschaut. Die Musik durfte da zu seiner Jugendzeit auch mal rockig sein. "Black Sabbath, ELO, Judas Priest oder Slade", zählt der Dirigent einige auf. Doch schon immer habe ihn die Klassik fasziniert.

Noch vor seinem Musikexamen habe er als 18-Jähriger das erste Mal ein Jugendorchester dirigiert. "15 Jahre später dann das London Philharmonic Orchestra." 2001 wurde er auch Hausdirigent des Royal Oman Symphony Orchestra, zwei Jahre später jüngster Chefdirigent des Kairo Symphony Orchestra.

Außerdem ist er seit 2010 ständiger Dirigent der Neuen Philharmonie Frankfurt. Seit dieser Zeit führte er dort diverse Weltpremieren durch. Zusammengearbeitet hat er bereits mit Sir Simon Rattle oder Daniel Barenboim sowie mit Sir Malcolm Arnold.

Mit dem Kur-Sinfonieorchester Bad Nauheim sind natürlich weiterhin große Projekte geplant. Bereits im September wird das zweite Sinfoniekonzert "Wieder Klassik" auf dem Programm stehen. 2019 darf sich das Publikum gleich auf drei Neujahrskonzerte freuen. Im Februar 2019 steht dann die zweite Reise in den Oman an, ein Orgelorchester-Konzert mit Orgelsolisten aus aller Welt. Ebenso steht auch der 250. Geburtstag Beethovens bereits im Kalender, 2020 wird dann die 9. Sinfonie in Bad Nauheim erklingen.

Karten für das Konzert am Sonntag, 15. April, um 15.30 Uhr gibt es beim Bad Nauheimer Stadtmarketing sowie online unter www.bad-nauheim.de. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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