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Von der Drehleiter aus und von innen bekämpfen Feuerwehrleute den Brand in diesem Einfamilienhaus im Grünen Weg.

Im Grünen Weg

Brand in Einfamilienhaus mit rätselhafter Ursache

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Bei einem Feuer in einem Wohnhaus im Bad Nauheimer Grünen Weg ist am Freitag ein sechsstelliger Schaden entstanden. Die Bewohner und ein Gast flüchteten rechtzeitig und blieben unverletzt.

Als der Rauchmelder am Freitagnachmittag in einem Einfamilienhaus im Grünen Weg Alarm auslöste, reagierte ein Bewohner schnell. Sein Versuch, den Brand im Ankleidezimmer des Dachgeschosses per Feuerlöscher zu bekämpfen, scheiterte allerdings. "Die Flammen schlugen mir bereits entgegen, alle Kleidungsstücke brannten", erzählte der Mann. Den zwei Bewohnern und einer Besucherin blieb nur die Flucht und der Anruf bei der Feuerwehr.

Als die 26 Einsatzkräfte einiger Bad Nauheimer Wehren unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Ronald Neumann kurz nach 16 Uhr mit sechs Löschfahrzeugen anrückten, drang eine dicke, schwarze Rauchwolke aus dem oberen Stockwerk des Gebäudes. Einige Feuerwehrleute gingen ins Gebäude und bekämpften die Flammen, die inzwischen auch auf einer Treppe loderten, von innen. Ihre Kollegen öffneten das Dach von der Drehleiter aus und gingen von dort aus gegen das Feuer vor. Parallel zur erfolgreichen Löschaktion setzte die Feuerwehr eine Drohne ein, mit deren Hilfe von oben kontrolliert wurde, ob noch kleinere Flammen oder Glutnester zu sehen waren.

Haus vorerst unbewohnbar

Die Bewohner, die ihre gesamte Oberbekleidung verloren haben, kommen vorübergehend bei Nachbarn unter, das Haus ist bis auf Weiteres unbewohnbar. Zunächst müssen Spezialisten der Polizei die rätselhafte Brandursache klären. Entstanden sein kann das Feuer wohl nur durch einen technischen Defekt. Allerdings standen im Ankleidezimmer keine Elektrogeräte, es gibt dort lediglich eine Steckdose und eine Deckenlampe.

Durch den Brand wurden ein Raum und ein Teil der Treppe zerstört. In Mitleidenschaft gezogen wurde zudem ein Teil der Deckenkonstruktion. Das Schlafzimmer und andere Bereiche des in den 1970er Jahren errichteten Gebäudes waren voller Qualm und Ruß. "Es ist enormer Schaden entstanden, ich rechne mit einem sechsstelligen Betrag", sagte Stadtbrandinspektor Neumann während des Einsatzes, der gegen 19 Uhr endete.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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