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Blühende Kompositionen bei der Rosenschau

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Von: Petra Ihm-Fahle

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Eines der berühmtesten Rosenlieder stammt von Hildegard Knef. Die Interpretation des Chansons nimmt denn auch die Stirnseite des Rosensaals ein. © Petra Ihm-Fahle

Heute gegen 17 Uhr eröffnen die Verantwortlichen die Rosenschau im Rosensaal, das Motto lautet Musik. Denn was, wenn nicht die Rose, wäre ein Motiv für die schönsten Lieder?

Nach Steinfurth zu fahren, ist angesichts der Pflanzungen entlang der Straße bereits eine Augenweide für sich. Die traditionelle Rosenschau, die ein fester Programmpunkt des Rosenfests ist, vollzieht sich dann in der Bad Nauheimer Straße 11. Inhaltlich geht es im Rosensaal diesmal um Musik, was rasch ersichtlich ist, da neben den Kunstwerken die Namen von Interpreten und Liedtiteln angeschrieben sind. Der Cheforganisator der Schau, Werner Paizdzior (Frankfurt), erdachte die blühenden Interpretationen, sie sind spannend und machen neugierig. »In fast all diesen Liedtiteln kommt das Wort ›Rose‹ vor, aber es gibt auch Interpreten wie die Bands Rosenstolz und Guns n’ Roses - wobei Rose eigentlich ein Nachname ist. Aber wir sind sehr flexibel und haben umgesetzt, was jeder kennt«, erklärt Paizdzior beim WZ-Besuch.

Die Stimmung ist konzentriert. Freiberufliche Mitarbeitende der Grünberger Bildungsanstalt Floristik (GBF), welche die Schau schon seit mehreren Jahren auf die Beine stellt, verrichten letzte Arbeiten. Florist-Meisterin Tatjana Schaeder etwa nimmt einen Strauß in die Hand, schneidet die Stiele an, entfernt die Folie und stellt die Blumen in Wasser mit Frischhaltemittel. »Wir pflegen die Blüten, besprühen sie mit Wasser oder tauschen hier und da etwas aus«, ergänzt Floristin Constanze Heil. Schon ab Donnerstag vergangener Woche war die GBF mit dem technischen Aufbau beschäftigt, seit Dienstagmorgen wird gesteckt. Montagabend kamen die ersten Rosen an, täglich trifft Nachschub ein. »Das Grobe steht. Wir werden jetzt noch verschiedene Feinheiten erledigen, bekommen noch Grün vom Großmarkt«, erläutert Heil.

Die Skulpturen sprechen für sich, die dazugehörende Musik ist aus rechtlichen Gründen aber nicht zu hören. Tausende Rosen sind im Saal für die insgesamt 33 Stationen verarbeitet. Auf der Bühne beispielsweise ist eine Interpretation von Hildegard Knefs Evergreen zu sehen. Zahlreiche rote Rosen scheinen dabei vom Himmel zu regnen. An einem anderen Haltepunkt heißt es »Weiße Rosen aus Athen« (Nana Mouskouri) - unverkennbar mit den »antiken« Statuen. Und wenn der Liedtitel die Farbe nicht vorgibt? »Dann sind wir frei, welche Rosen wir verarbeiten«, schildert Florist-Meisterin Stephanie Lammert.

Anders als früher ist auf der Empore oberhalb des Saals keine Rosensortenschau der Steinfurther Betriebe platziert, denn dies ist zu aufwendig und bedeutete zu viel Verschnitt. In diesem Jahr darf, wer sich über Sorten informieren möchte, die Rosenbetriebe direkt aufsuchen. Sie liegen nicht weit entfernt und haben während des Fests geöffnet. »Die Betriebe haben diese Rosensorten alle und in ihren Gärten eine eigene Sortenschau«, erläutert Carolin Wollschläger vom Bad Nauheimer Stadtmarketing- und Tourismus-Büro.

Auch diesmal ist wieder die »Nacht der Rosen« im Rosensaal angesagt, am Samstagabend bis 24 Uhr mit ansprechender Illumination. »Ein paar Kerzen, nicht zu viele. Denn letztes Mal hat man festgestellt, dass es zu heiß für die Blumen und die Besucher wurde«, schmunzelt Wollschläger.

Während des Festes hat die Rosenschau täglich geöffnet: Freitag (17 bis 22 Uhr), Samstag (9 bis 24 Uhr), Sonntag (9 bis 22 Uhr) und Montag (10 bis 22 Uhr).

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