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Im Gespräch mit Maria Hesterberg (l.) und Fans haben Linda und Sam Thompson viele Fragen beantwortet. Vor der Schlafzimmertür wird dabei nicht Halt gemacht.

Bericht aus dem Schlafzimmer

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Bad Nauheim(cor). Auf welcher Seite des Betts hat Elvis geschlafen? Wollte er noch weitere Kinder? Fragen, die Stargast Linda Thompson, die einst mit dem Superstar zusammenlebte, in der Talkshow am Samstag beantwortet hat. Gemeinsam mit ihrem Bruder Sam Thompson stand sie den Fans Rede und Antwort.

Vier Jahre lang war Linda Thompson die Frau an Elvis’ Seite. Sam Thompson arbeitete nicht nur als sein Bodyguard, jahrelang war er ein enger Freund Presleys. Im Gespräch mit Maria Hesterberg (Vorsitzende Elvis-Presley-Gesellschaft) erinnerten sich die Geschwister an viele persönliche Momente mit Elvis. Die Fans durften Fragen stellen und machten auch vor der Schlafzimmertür des Kings nicht Halt.

Bevor die Talkshow startete, wurden Marshmallows verteilt. Warum, wollte Hesterberg erst später verraten. Doch eingefleischte Elvis-Fans wussten gleich, was es damit auf sich hatte. "Wer Lindas Buch gelesen hat, weiß warum", sagte ein Fan in der hinteren Reihe. "If you want to know what it was like to kiss Elvis Presley, just take two big fluffy marshmallows", hat sie geschrieben. In ihrem Buch "A little thing called life" hat Thompson ihre Liebesbeziehung zu Elvis Presley verarbeitet. Sie spricht aber auch über ihre Ehen mit Bruce Jenner (heute Caitlyn Jenner) und David Foster. Die erste Hälfte des Buchs nimmt ihre Liebesgeschichte mit Elvis ein, und an diesem Teil waren die Fans natürlich interessiert.

Im Alter von 22 Jahren lernte Linda Thompson Elvis in der Lobby eines Kinos kennen, am 6. Juli 1972. Noch gut erinnert sie sich an sein Auftreten, Elvis trug einen Mantel mit hoch gestelltem Kragen. "Er sah aus wie Dracula" - was sie ihm auch gesagt habe. Schnell wurde ihr klar, dass Elvis und sie nicht nur der gleiche Südstaaten-Hintergrund verbindet, sondern auch der Humor. Auch während der Talkshow zeigte sich Thompson sehr humorvoll.

Wunsch nach einem Sohn

Sam Thompson traf Elvis das erste Mal nachts in Graceland. "Er trug einen Karateanzug und Sonnenbrille", erinnert sich der spätere Freund des Stars. Seine Schwester Linda ging zu dieser Zeit (November 1972) bereits mit Elvis aus. Dieser Beziehung stand Sam anfangs skeptisch gegenüber. Er wollte nicht, dass seiner Schwester das Herz gebrochen wird. Nach nur zehn Sekunden mit Elvis seien diese Zweifel verflogen gewesen.

Ein Fan stellte die Frage, wie beide mit den Stimmungsschwankungen und Gewohnheiten von Elvis im Alltag zurechtgekommen seien. "Er lebte in der Dunkelheit", berichtete Linda Thompson. "Der Mensch braucht aber die Sonne und das Tageslicht." Dieses Verhalten habe sich sicher negativ auf die Stimmungsschwankungen ausgewirkt. Als junger Mensch habe sie damit ganz gut leben können. Ihr Bruder - verheiratet und Vater zweier Kinder - musste seinen Lebensstil an den von Elvis anpassen. "Meine Frau ging morgens zur Arbeit, ich nach dem Nachtdienst ins Bett."

Doch Elvis sei nicht einfordernd gewesen, habe immer die richtigen Worte gefunden, erzählte Linda Thompson. "Ich war so verliebt, ich hätte alles für ihn getan." Schöne Erinnerungen habe sie viele. Die schönste davon: "Die Art, wie er Liebe gegeben hat." Elvis sei ein spiritueller Mensch gewesen und habe sich für Geschichte interessiert. Trotz allem habe sie sich von ihm getrennt. "Manchmal muss man im Leben schwierige Entscheidungen treffen." Damals sei aber nicht sicher gewesen, ob es eine Trennung für immer oder auf Zeit war. Auf Küsse, die Elvis bei Konzerten anderen Frauen gab, sei sie nie eifersüchtig gewesen. "Ich musste ihn ja mit allen Menschen teilen."

Auch Fragen zur Tablettensucht, zu seinem Manager, zur Zeit in Bad Nauheim beantworteten beide. "Über seine Army-Zeit hat er viel gesprochen, er liebte die Jahreszeiten hier und das Essen." Bereitwillig verriet Linda dann noch, welche Bettseite Elvis bevorzugte. "Die rechte Seite, geschlafen hat er wie ein Baby." Auch an Nachwuchs habe er gedacht. "Er wollte immer einen Sohn, auch der Name stand schon fest. Gerne hätte er ihn John genannt."

Quelle: Wetterauer Zeitung

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