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Wer zahlt Flugtickets für Pauken und Trompeten?

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Altenstadt (geo). Mit Instrumenten-Patenschaften will der Fanfaren- und Spielmannszug es 15 seiner Kinder und Jugendlichen ermöglichen, im September bei der Steubenparade in New York mitzulaufen.

Auf eine gute Ausbildung wird beim 280 Mitglieder starken Fanfaren-und Spielmannszug Wert gelegt. Zurzeit stehen 90 Jugendliche in der Ausbildung, die nicht nur in ein soziales Netzwerk eingebunden sind, sondern auch das Equipment gestellt bekommen. Viele Aktivitäten wie Erste-Hilfe-Kurse für Kinder- und Jugendfreizeiten fördern den Zusammenhalt. Bereits für Kinder ab sechs Jahren wird musikalische Früherziehung angeboten. Ab acht Jahre können die Kinder ein eigenes Instrument wählen. 2008 wurde der erste Jugendspielmannszug gegründet, ein Jahr später der zweite Jugendzug. Zusätzlich zum gemeinsamen Musizieren findet Unterricht in kleinen Gruppen statt.

Im September kommen rund 15 Kinder und Jugendliche in einen besonderen Genuss. Sie dürfen an der berühmten Steubenparade in New York teilnehmen. 39 Musiker und 21 Begleitpersonen werden in die USA reisen. Dort vertreten sie nicht nur Deutschland und das Bundesland Hessen, sondern auch die Region und die Gemeinde Altenstadt. Die Reise ist mit hohen Kosten verbunden: Allein der Hin- und Rücktransport der Instrumente schlägt mit etwa 7000 Euro zu Buche. Alles in allem kostet die Reise über 50 000 Euro – für den Verein kaum zu stemmen.

Daher bittet der Fanfaren- und Spielmannszug die Bürger und Unternehmen um Mithilfe, um die Kosten für die Jugendlichen zu reduzieren. Wer mag, kann eine Instrumenten-Patenschaft übernehmen. Die Kosten variieren von 20 Euro für eine Flöte bis 500 Euro für Sousaphone/Bässe. Wer Pate einer Fanfare werden will, ist mit 45 Euro dabei, ein Horn kostet 55 Euro, ein Bariton 70 Euro, eine Trommel 100 Euro und eine Pauke 400 Euro. Überweiseungen an: FSZ Altenstadt e.V., Kontonummer: 50 57 191, BLZ: 506 616 39, VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Betreff »Steubenparade: Patenschaft + Instrument« beziehungsweise nur »Steubenparade« (für Spenden ohne Patenschaft).

Die Steubenparade wurde im Jahr 1957 ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, einen Beitrag zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA zu leisten. Zum Namensgeber der Parade wurde der preußische General Friedrich Wilhelm von Steuben gewählt, der als Organisator der Truppen George Washingtons die Voraussetzungen für den Sieg der Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg schuf.

Die Parade zieht über die Fifth Avenue am Central Park und den dort aufgebauten Tribünen entlang. Beteiligt ist eine Vielzahl deutsch-amerikanischer Vereinigungen aus New York und Umgebung, dazu Festwagen deutscher Unternehmen wie Lufthansa, Automobilfabriken und Brauereien. Am Vorabend der Parade findet im großen Ballsaal des Hilton-Hotels ein festliches Parade-Dinner mit Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft statt. Neben Ministern, Ministerpräsidenten, Showstars und bekannten Wirtschaftsmanagern werden auch Vertreter des Fanfaren- und Spielmannszuges aus Altenstadt vertreten sein.

Neben den zahlreichen Auftritten im europäischen Ausland dürfte die Teilnahme an der Steubenparade 2011 in New York der größte Event in der Vereinsgeschichte des Vereins werden.

Tipp: Interessierte, die sich für das Angebot des Fanfaren- und Spielmannszuges Altenstadt interessieren, können sich dienstags in der Altenstadthalle und freitags in der Waldsporthalle Oberau ab 20 Uhr während der Proben informieren. Weitere Informationen gibt es im Internet unter .

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