Gegner protestieren gegen Baumfällarbeiten auf der Trasse der geplanten A 49 bei Dannenrod. FOTO: JOL
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Gegner protestieren gegen Baumfällarbeiten auf der Trasse der geplanten A 49 bei Dannenrod. FOTO: JOL

"Zukunftswerkstatt"

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Homberg(pm). In Zeiten, in denen "die Menschen von Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen der Verkehrspolitik vergangener Jahrzehnte mehr denn je negativ in Ihrer Lebensqualität und Lebensraumgestaltung betroffen sind", nehme der Weiterbau der Bundesautobahn 49 auf einer 42,5 Kilometer langen Strecke zwischen Neuental und Gemünden (Felda) eine ganz besondere Dimension ein, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. Sie planen für kommendes Wochenende eine sogenannte Zukunftswerkstatt.

Ob der Weiterbau der A 49 einen wesentlichen und zielfördernden Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme leisten kann und die eingesetzten Steuermittel in Milliardenhöhe richtig investiert werden, sei umstritten.

Führung zur Baumsiedlung

Der seit 40 Jahren aktive und in den vergangenen Monaten wieder heftig aufgeflammte Widerstand gegen das Autobahnprojekt stellt die Zerstörung der heimatlichen Landschaft sowie Ressourcenverschwendung als zentrale Argumente in den Raum. Um sich ein Bild von der Situation vor Ort machen zu können, laden die Initiatoren der "Grünen Zukunftswerkstatt Mittelhessen" zu einer Exkursion und Diskussion mit Betroffenen vor Ort ein. Der Kreisverband der Grünen in Gießen hat auf Anregung der Grünen Jugend vor Kurzem ebenfalls einen unterstützenden Beschluss gegen die A 49 gefaßt.

Die Veranstaltung beginnt am kommenden Samstag, den 1. Februar, um 15 Uhr mit einer "Mahnwache" am Sportplatz Dannenrod. Dann gibt es eine Führung zur "Baumwipfelsiedlung und Widerstandsinsel" durch den Dannenröder Forst mit dem Biologen Dr. Wolfgang Dennhöfer (BUND) und anderen Mitgliedern des "Aktionsbündnisses Keine A 49". Anschließend folgt eine Information zur Autobahnplanung und ihren Auswirkungen. Zum Abschluss gibt noch eine Diskussion mit Bürgern und Betroffenen.

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