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Schäden an der Bischhäuser Brücke werfen die Bauarbeiter an der A 49 ein wenig im Zeitplan zurück. Dennoch beeinflusse das weder den Zeitplan für den Bau der Autobahntrasse noch das Budget, erklärt Bernhard Klöpfel, Außenstellenleiter der Autobahn GmbH in Kassel. Bis 2022 sollen die Arbeiten fertig sind, dann folgt das letzte Teilstück von Schwalmstadt bis Gemünden/Felda.

Ziel ist die intelligente Autobahn

  • VonRedaktion
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Die Autobahn 49 soll 2024 für den Verkehr freigegeben werden. Der Lückenschluss zwischen Bischhausen und Schwalmstadt ist für Sommer 2022 geplant. An diesem Datum hält die Autobahn GmbH fest. Ab 2024 sollen die Autos über das Ohmtal-Dreieck rollen.

Die Schäden an der Bischhäuser Brücke werfen die Bauarbeiter an der zukünftigen Anschlussstelle ein wenig im Zeitplan zurück. Dennoch beeinflusse das weder den Zeitplan für den Bau der zwölf Kilometer langen Autobahntrasse zwischen Treysa und Neuental, noch das Budget von 250 Millionen Euro, erklärt Bernhard Klöpfel, Außenstellenleiter der Autobahn GmbH in Kassel.

Seit dem vergangenen halben Jahr ist vieles passiert auf der Baustelle. So ist in diesem Abschnitt der Autobahn 49 mittlerweile der Mittelabschnitt der Autobahntrasse bis auf Beschilderung, Markierungen und Schutzplanken vollendet. Dass die Arbeiten an dieser Strecke zuerst fertig sind, habe strategische und logistische Gründe, so Klöpfel. Insbesondere um den umliegenden Straßenverkehr nicht zusätzlich zu beeinträchtigen.

Weitere strategische Herausforderungen müsse die Autobahn GmbH aktuell auch von der Außenstelle in Kassel aus meistern, erklärt Klöpfel. »Das Ziel muss eine intelligente Autobahn sein«, sagt er. »Gerade in einer Zeit, in der darüber diskutiert wird, ob die Welt in Anbetracht der Klimakrise noch eine weitere Autobahn benötigt, müssen wir sehen, dass diese Autobahn unsere Infrastruktur stärkt«, so Klöpfel.

Nicht zuletzt hingen Arbeitsplätze an dem Weiterbau, betont er und weist auf die entstehenden Gewerbegebiete bei Bischhausen und Schwalmstadt hin. Auch in Homberg/Ohm ist ein neues Industriegebiet geplant. Dass sich damit auch Logistiker in der Region ansiedeln und dementsprechend auch mehr Lastwagen die A 49 befahren, müsse gut kalkuliert werden.

Die Verkehrsprognose rechnet bis zum Jahr 2025 mit bis zu 38 000 Fahrzeugen am Tag. »Die vier Fahrbahnen reichen für den zu erwartenden Verkehr aus«, sagt Klöpfel.

Eine extrem hohe Staugefahr auf den vier Fahrbahnspuren halte er demnach für unwahrscheinlich. »Um das zu vermeiden, betrachten wir aktuell die gesamte Verkehrssituation der A 7, A 44, A 5 - wir wollen eine kluge Verkehrsstruktur gewährleisten«, sagt Klöpfel.

Damit gemeint ist unter anderem auch die neueste Technik wie sie beispielsweise im Tunnel der A 49 bei Frankenhain verbaut ist oder aber, dass entlang der Autobahntrasse ausreichend Lichtwellenleiterkabel verbaut wird.

Nicht zuletzt nennt Klöpfel das neue System »C-ITS« (Kooperative intelligente Verkehrssysteme), das die Autobahn GmbH jüngst vorgestellt hat. Mit diesem setze man auf die Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer. Das Ziel sei eine erhöhte Sicherheit im Verkehr auf den Autobahnen.

Das System ermöglicht es nach Angaben der Autobahn GmbH, dass Verkehrszentralen umfassende und präzise Informationen zur Verkehrslage direkt aus den Fahrzeugen erhalten.

Damit könne die Steuerung des Verkehrsablaufs auf den Autobahnen noch effizienter und schneller erfolgen und letztlich für eine bessere Auslastung des Autobahnnetzes mit weniger Staus und sinkenden CO2-Emissionen sorgen.

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