Zeitgemäße Infrastruktur für die Deponie

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Vogelsbergkreis(pm). Das vom Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis (ZAV) beziehungsweise dessen Tochterfirma Abfall-Entsorgungsgesellschaft Vogelsbergkreis (AEGV) betriebene Entsorgungszentrum Vogelsberg in der Gemarkung Schwalmtal-Brauerschwend, kurz auch "Deponie Bastwald" genannt, war dieser Tage der Ort einer Sitzung der Mitglieder der gemeinsamen Fraktion von CDU und FDP der Verbandsversammlung. Anlass war nicht die Besichtigung der Deponie und der zugehörigen Hallen, in denen die verschiedenen Abfallarten nach ihrer Anlieferung getrennt und für die Weiterverarbeitung vorbereitet werden. Grund des Besuches der Mitglieder der Verbandsversammlung und des Verbandsvorstands war nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans Heuser das noch im Bau befindliche neue Verwaltungs- und Sozialgebäude, das an der Einfahrt, direkt neben der Waage erbaut worden ist.

Zwei Waage für Fahrzeuge kommt

Im Rahmen der Führung durch das dreistöckige Gebäude berichtete Deponieleiter Patrick Heil, dass der Neubau dringend notwendig geworden war. Das seitherige Betriebsgebäude sei mit dem Bau der gesamten Deponie in den Jahren 1985/1986 im Eiltempo errichtet worden. Durch das Eiltempo war manches übersehen worden oder wurde nicht gebaut (zum Beispiel getrennte Toiletten für weibliche und männliche Mitarbeitende). Die für den Arbeitsschutz zuständige Behörde habe seit Jahren zunehmende Mängel aufgelistet, insbesondere seien die sehr beengten Arbeitsplätze und die unhaltbare Situation der sanitären Einrichtungen beanstandet worden.

Deshalb habe man sich vor rund drei Jahren zu einem Neubau entschlossen, um den Mitarbeitern auf dem Deponiegelände zeitgemäße Arbeitsbedingungen bieten zu können, die auch den Vorgaben des Arbeitsschutzes, der Arbeitssicherheit und den heutigen Sozialstandards entsprechen.

Die Parlamentarier konnten schon von außen sehen, dass es sich um ein stattliches Gebäude handelt, an dem zurzeit der Außenputz aufgetragen wird, der vor Beginn des Winters noch fertig sein wird. Die Innenräume sind weitgehend fertig, teils auch schon möbliert, vereinzelt muss das Mobiliar mit den EDV-Geräten noch angeliefert werden. Die für das Jahresende geplante Inbetriebnahme des Gebäudes mit dem Umzug der Mitarbeiter werde sich etwas verzögern, weil die Telekom nicht in der Lage sei, zeitgerecht die Anschlüsse für das Internet zu schalten.

Neue Waage nach 34 Betriebsjahren

Nach Abschluss der Führung durch das Haus berichtete der neue Verbandsvorsteher Dieter Boss, dass nach Fertigstellung des Gebäudes der Baubeginn für die neue Fahrzeugwaage an der Einfahrt beginnen werde. In den 34 Betriebsjahren der Deponie habe man immer mit einer Waage arbeiten müssen. Dies habe ständig zu langen Wartezeiten für die privaten und gewerblichen Anlieferer geführt, wodurch viel Stress für die Mitarbeiter an der Einfahrt und der Waage entstanden sei.

Um einen zügigen und reibungslosen Ablauf erreichen zu können, sei der Bau der zweiten Waage unumgänglich, zumal bezüglich der alten Waage nach 34 Dienstjahren sich ohnehin die Frage einer Neuanschaffung stelle, informierte Deponieleiter Heil.

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