Zeit für Treibjagden

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Schotten(pm). Mit dem Laubabfall beginnt die Zeit der großräumigen Treibjagden in den Wäldern des Vogelsberges. Ziel ist nach Angaben des stellvertretenden Schottener Forstamtsleiters Uwe Prihoda die Umsetzung des gesetzlichen Auftrags, den Wildbestand an den Lebensraum anzupassen und übermäßige Wildschäden sowie die Ausbreitung von Krankheiten (zum Beispiel Afrikanische Schweinepest) zu verhindern. Diese Ziele sind für die Allgemeinheit so wichtig, dass die Jagdausübung auch unter den gerade verkündeten strengen Corona-Bedingungen zugelassen ist.

Schwere Folge bei Kollision mit Hirsch

Wie in den vergangenen Jahren sind die Jagden zum Schutz der Bevölkerung und der eingesetzten Jagdhunde zum Teil mit Straßensperrungen und Umleitungen des Verkehrs, mitunter auch nur mit Tempobeschränkungen verbunden. Die Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis für die jeweils vier Stunden langen Straßensperrungen gebeten. Nur so ist eine effektive Jagdausübung in Bereichen möglich. Bei der Kollision mit einem 200 Kilogramm schweren Rothirsch sind massive Folgen unausweichlich. "Das wollen und können wir nicht riskieren", betont Prihoda. "Vor dem Hintergrund der immensen Waldschäden durch den Klimawandel bekommt die Reduzierung zu hoher Wildbestände eine neue Brisanz", erläutert er weiter.

"Die Wiederbewaldung mit an die veränderten Bedingungen angepassten Baumarten können wir nur stemmen, wenn sich die Beeinträchtigungen durch Wildverbiss in engen Grenzen halten", berichtet der Forstbeamte. "Außerdem wollen wir einen möglichst hohen Beitrag zur Vermeidung von Schwarzwildschäden auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen leisten."

Die erste Jagd mit Sperrung findet am morgigen Donnerstag im Westlichen Oberwald zwischen Rudingshain und Breungeshain statt. Dazu werden auf der L 3291 zwischen 10 und 14 Uhr Schilder zur Tempobegrenzung aufgestellt.

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