Autofahrer passieren den Wochenmarkt in der Volkmarstraße. FOTO: JOL
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Autofahrer passieren den Wochenmarkt in der Volkmarstraße. FOTO: JOL

Für Wochenmarkt ohne Autos

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Alsfeld(pm). Während des Alsfelder Wochenmarkts, der freitags in der Volkmarstraße vor dem Klostergarten stattfindet, sollten keine Autos das Einkaufserlebnis stören. Das meinen die örtlichen Gruppierungen der Umweltschutz- und Mobilitätsverbände ADFC, BUND und VCD. Um zu demonstrieren, wie schön der Einkauf ohne durchfahrende Autos sein könnte, hatten sie beim Ordnungsamt beantragt, am Roßmarkt eine Kundgebung mit Straßenfestcharakter durchzuführen. Das wurde aber abgelehnt.

Das Straßenfest hätte die Zufahrt von Autos zur Volkmarstraße sowohl aus Richtung der Straße "Am Kreuz", als auch aus Richtung Marburger Straße unmöglich gemacht. "Wir wollten den Wochenmarkt an diesem Freitag zu einem Einkaufserlebnis mit Sitzgelegenheiten und ohne sich durchschlängelnde Autos, dafür mit mediterranem Flair machen", erläutert Philipp Balles vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) die Grundidee.

"Dies würde bedeuten, dass dieser gesamte Bereich voll gesperrt werden müsste. Weil aktuell in Alsfeld die Hauptverkehrsstraße (Schellengasse) wegen umfangreicher Baumaßnahmen voll gesperrt ist, mussten auch noch weitere Straßen in der Innenstadt gesperrt beziehungsweise umgeleitet werden. In der Hersfelder Straße musste zusätzlich die Einbahnstraßenregelung aufgehoben werden. Der Marktplatz ist wegen Sanierungsarbeiten ebenfalls voll gesperrt", stellt das städtische Ordnungsamt in seinem Ablehnungsbescheid dazu fest. Außerdem werde so "die einzige Zufahrt zur Stadtschule blockiert," heißt es dort weiter. "Aus verkehrstechnischen Gründen ist momentan nur der Klostergarten als Versammlungsort vertretbar", schreibt das Ordnungsamt.

Die Baumaßnahmen in der Schellengasse in den Zusammenhang mit der Verkehrssituation am Einmündungsbereich Roßmarkt/Volkmarstraße zu bringen, ist für Gerhard Kaminski vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) unverständlich. "Die sich dort ändernden Verkehrsströme verteilen sich sicher auf andere Straßen, aber wohl kaum auf diesen Bereich", meint er. Zu dem Argument der Zugänglichkeit der Stadtschule verweist er auf deren Erreichbarkeit mit dem Pkw "von der anderen Seite", wie es bereits am Weihnachtsmarkt umgesetzt wurde (von "Im Junkergarten". Weder von der Marburger Straße aus, von wo das Parkdeck "Am Schnepfenhain" erreichbar bleibe, als auch von der Straße "Am Kreuz" aus, wo der Verkehr über die Steinborngasse"abgeleitet werden kann, sei die Sperrung des Roßmarkts eine unzumutbare Beschränkung - zumal dies nur für einige Stunden am Freitagvormittag sei.

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