Schafscherer Mario Bott bei der Arbeit. FOTO: AU
+
Schafscherer Mario Bott bei der Arbeit. FOTO: AU

Winterfell muss endlich runter

  • vonDieter Graulich
    schließen

Vogelsbergkreis(au). Reichlich Arbeit gab es jetzt in der Skudden-Schäferei von Wolfgang Pschierer im Grebenhainer Ortsteil Ilbeshausen-Hochwaldhausen. Insgesamt 165 Skudden wurden von Mario Bott (Bimbach) in fünfeinhalb Stunden von ihrer Winterwolle befreit.

Gerade einmal zwei Minuten waren dies pro Schaf und so war reichlich Personal gefragt, das für die Anlieferung und den Abtransport der Tiere sorgte. Der sehr kurze Zeitrahmen für die Schur sei auch fast nur bei den Skudden zu erreichen, da die Tiere relativ klein sind, war von Bott zu hören.Mit dem Scheren alleine war es aber nicht getan, denn wenn die Tiere schon einmal auf kleinem Raum eingestellt waren, stand auch ein umfangreiches Beiprogramm an. So wurde bei jedem zur Schur gehenden Tier die Ohrmarke kontrolliert, diese auf dem Bestandsregister abgehakt und somit die Liste insgesamt verglichen.

Wolle als Abfall entsorgen?

Direkt nach der Schur gab es Klauenpflege. Dabei hatten zwei Personen nur wenig Zeit, denn wenn eine Skudde fertig geschoren war, musste die Prozedur beendet und der Klauenpflegeplatz leer sein. Eine zweite "Baustelle" gab es bei den Lämmern. Hier wurden sie in männlich und weiblich getrennt und erhielten Ohrmarken. Zudem wurde ihnen jeweils eine Wurmkur verpasst und auch die Klauen geschnitten. Insgesamt waren acht Personen im Einsatz.

Probleme gibt es derzeit mit der geschorenen Wolle. Der Preis hierfür sei so gering, dass noch nicht einmal feststehe, ob es in diesem Jahr einen gemeinsamen Wollannahme-Termin geben wird. Da es sich bei der Wolle um sogenannten "tierischen Abfall" handele, müsste diese dann fachgerecht entsorgt werden. Bei einem gemeinsamen Essen am Nachmittag dankte Pschierer allen Helfern für den Einsatz und zeigte sich erfreut darüber, dass keines der Tiere bei der Aktion verletzt wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare