Wilde Müllablagerungen belasten Umwelt

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Antrifttal(pm). Das ist ein absolutes Ärgernis", beklagt sich Bürgermeister Dietmar Krist über mehrere Anhängerladungen Unrat und Müll, den der Bauhof aus den verschiedenen Gemarkungen der Gemeinde Antrifttal in den vergangenen Tagen zusammengetragen hat. Kaputte Stühle, Kissen, Matratzen, Elektrogeräte und Hausmüll waren wild in Gräben und am Feldrain abgelagert worden.

Die Beseitigung von Abfall, der etwa in der Landschaft oder auch rund um die Glascontainer abgeladen wird, ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch teuer: Denn die Mitarbeiter vom Bauhof muss extra anrücken, um den Müll zu entsorgen und diesen zum Teil in die Deponie nach Brauerschwend fahren, wo zusätzliche Kosten anfallen.

"Natürlich verhält sich der Großteil der Bürgerinnen und Bürger richtig", relativiert Krist. Dennoch ruft er dazu auf, die reichlich bereitgestellten Entsorgungsmöglichkeiten zu nutzen und auch andere Bürger darauf hinzuweisen beziehungsweise wilde Müllablagerungen zu melden.

"Ich verstehe das nicht", beklagt der Bürgermeister. "Der ZAV bietet den Bürgern mit einer regelmäßigen Leerung von Restmüll-, Papiertonne und brauner Tonne, der Abholung von Plastikmüll, einer Grünabfallsammelstelle und einer kostenfreien Sperrmüll- und Elektrogeräteabholung ein wirklich gutes System zur Müllentsorgung. Hier muss nichts wild in die Hecken geworfen werden."

Teuer kann es auch für den Verursacher werden. Der Bußgeldkatalog sieht Strafen von zehn bis 50 000 Euro vor, etwa für die wilde Entsorgung einzelner Stühle oder Kisten (bis zu 150 Euro) oder Bauschutt (bis zu 10 000 Euro).

"Die Ermittlung der Täter ist oft schwierig und ekelhaft", erläutert Krist, und meist bleibe der Erfolg aus, weil bei den Tätern nichts zu holen sei. Dennoch werde die Verwaltung nicht nachlassen, die Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen.

Anders als in den bisherigen Jahren fehle es durch Corona an den Aktionen von Schulen, Kindergärten und Vereinen, die im Rahmen der Aktion "Sauberhaftes Hessen" Wald und Feld vom Müll befreien. "Erst wenn etwas nicht mehr da ist, lernt man dessen Wert erst richtig zu schätzen", betont der Rathauschef im Hinblick auf diese wertvolle ehrenamtliche Arbeit.

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