Rund 40 Frauen aus 17 evangelischen und katholischen Gemeinden treffen sich im Alsfelder Tilemann-Schnabel-Haus, um unter der Leitung von Sylvia Puchert Gottesdienste zum Weltgebetstag in ihren Gemeinden vorzubereiten. FOTO: PM
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Rund 40 Frauen aus 17 evangelischen und katholischen Gemeinden treffen sich im Alsfelder Tilemann-Schnabel-Haus, um unter der Leitung von Sylvia Puchert Gottesdienste zum Weltgebetstag in ihren Gemeinden vorzubereiten. FOTO: PM

"Wie eine kleine Weltreise"

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Alsfeld(pm). Jeden ersten Freitag im März feiern Menschen weltweit einen ökumenischen Weltgebetstag, dessen Liturgie jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet wird. Der diesjährige Weltgebetstag, der unter dem Motto "Steh auf und geh!" am 6. März stattfindet, kommt aus Simbabwe. In Alsfeld haben sich wieder zahlreiche Frauen getroffen, um den Weltgebetstag in ihren Gemeinden vorzubereiten.

Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen in der Bewegung des Weltgebetstags: Gemeinsam beten und handeln sie dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. Der Weltgebetstag weitet den Blick für die Welt sowie die weltweiten Herausforderungen wie Armut, Gewalt gegen Frauen und Klimawandel.

Aus den Vorbereitungen zu diesem Tag sind im Laufe der Jahre zahlreiche Initiativen entstanden: Von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche, über ökumenische Frauenfrühstücke, Kooperationen mit Weltläden und dem "fairen Handel" bis hin zu Beratungsangeboten für Zwangsprostituierte.

Ein wichtiges Zeichen der Solidarität beim Weltgebetstag ist die Kollekte aus den Gottesdiensten. Sie kommt vor allem Frauen- und Mädchenprojekten weltweit zugute. Frei nach seinem internationalen Motto "informiert beten, betend handeln", macht der Weltgebetstag neugierig auf Leben und Glauben in anderen Ländern und Kulturen. So wurde er in den vergangenen 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen - und ist dabei viel mehr als "nur ein Gottesdienst im Jahr", findet Sylvia Puchert, Pfarrerin der Kirchengemeinde Crainfeld. Sie ist überzeugt, "dass Frauen in aller Welt viel bewegen können." Die Themen, die Frauen in aller Welt beschäftigen, seien dabei sehr ähnlich: "Sich politisch Gehör zu erstreiten, sich für Gerechtigkeit einzusetzen, Kindern eine Zukunft zu ermöglichen. Das diesjährige Motto des Weltgebetstages ermutigt uns, die dringenden Probleme unserer Zeit, wie zum Beispiel den Klimawandel, anzugehen", erklärt Sylvia Puchert.

Material und Ideen

Die Frauen erhalten bei Vorbereitungstreffen Material und erarbeiten gemeinsam in Teams Ideen, um später dann in Eigenregie die Gottesdienste in ihren Gemeinden individuell zu gestalten. Sylvia Puchert freut sich vor allem darüber, dass "in diesem Jahr auch einige Frauen zum ersten Mal mit dabei waren und sich ganz nach dem diesjährigen Motto des Weltgebetstages in Bewegung gesetzt haben", sagt sie. "Es sind viele kreative Ideen entstanden."

Eines der altbekannten Gesichter bei den alljährlichen Vorbereitungstreffen ist Traudel Tausch aus Wallenrod. Sie engagiert sich seit insgesamt 27 Jahren für den Weltgebetstag, nimmt jedes Jahr am jährlichen Vorbereitungstreffen mit Sylvia Puchert teilt, "um mir Inspirationen zu holen für den Weltgebetstagsgottesdienst in meiner Gemeinde", sagt Tausch. "Der Weltgebetstag ist wie eine kleine Weltreise - jedes Jahr ein anderes Land", findet sie. "Denn so genau befasst man sich ja eigentlich nur mit einem Land, wenn dorthin in den Urlaub fährt."

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