hooeker_170721_4c
+
Werk des Künstlers Reinhard Hölker, der einen nationalen und internationalen Ruf genießt. Ab Sonntag ist ein Werk von ihm im Kunstturm in Mücke zu erleben.

Wenn der Kanarienvogel Entwarnung gibt

  • VonRedaktion
    schließen

Mücke (pm). Mit einer Installation des Marburger Künstlers Reinhard Hölker geht der Kunstturm Mücke am kommenden Sonntag, 25. Juli, in die nächste Ausstellungsrunde dieses Sommers.

Unter dem Titel »Entwarnung« hat sich Hölker - nach seinem Studium an der Kunstakademie Münster und Düsseldorf in den Jahren 1991-1994 Meisterschüler bei Prof. Reiner Ruthenbeck - vom Thema Erzabbau, dem Ursprung des Kunstturms, inspirieren lassen. Den Kunstturm und seine Geschichte hat der Künstler bei einem Besuch vor Ort als sehr anregend empfunden. Viele Ideen, wie man hier aktiv werden könnte, schossen ihm in den Kopf.

Entschieden hat Hölker sich für ein audio-visuelles Projekt: In einer Video-Installation wird er dem alten Wissen folgen, als in den Zeiten des Erzabbaus Kanarienvögel in den Kohleminen als Warnvögel vor Sauerstoffmangel eingesetzt wurden. Dieses Szenario ist die Grundlage seiner Motive, die auf Monitoren, angebracht rund um eine Lore, einen ausgedienten Transportwagen, gezeigt werden.

Kinder pfeifen

Kinder werden dem Betrachter per Video durch melodiöses Pfeifen mitteilen, dass keine Gefahrensituation besteht - eine Symphonie soll so entstehen, aufgenommen mit Schulkindern aus der Umgebung. Hölker ist bekannt für seine multimedialen Arbeiten, Installation, Skulptur, Zeichnung, Fotografie und Video mischt er zu nie da gewesenen Konzepten. Ein Ansatz, den er auch in Mücke umsetzen wird. Mit Reinhard Hölker konnten Volker Schönhals und Thomas Vinson erneut einen Künstler gewinnen, der nationalen und internationalen Ruf genießt. Auch in Deutschland waren seine Werke in namhaften Häusern zu sehen, beispielsweise in Berlin, Hamburg oder Dortmund.

Volker Schönhals eröffnet die Ausstellung am 25. Juli um 14 Uhr. Der Künstler wird zur Vernissage anwesend sein. Die Ausstellung selbst ist sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet und kann auch nach telefonischer Voranmeldung besichtigt werden (0172 1365286). Gefördert wird vom Kultursommer Mittelhessen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare