Mitglieder von Feuerwehr und Jugendfeuerwehr mit dem neuen Fahrzeug. FOTO: KOA
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Mitglieder von Feuerwehr und Jugendfeuerwehr mit dem neuen Fahrzeug. FOTO: KOA

Ein weiteres Stück Sicherheit

Gemünden-Ehringshausen(koa). "Dies ist eine Investition für die Bürger" - Wehrführer Jan Schäfer blickte stolz in die Runde, als er den Betrag von 115 000 Euro, die in Form eines brandneuen Feuerwehrfahrzeugs im Hof der Theaterklause geparkt standen, in Worte fasste.

Mit einer kleinen Feierstunde in der Theaterklause hießen die Floriansjünger in Ehringshausen ihren neuen Kameraden willkommen. "900 Liter Wasser", verriet der Mann im feinen Feuerwehrzwirn, "kann der TSF-W mit sich bringen." Dazu verfügt der Iveco Daily, der nach den Vorstellungen der Wehr in der Gemeinde ausgestattet wurde, unter anderem auch über eine Tragkraftspritze Ultra-Power IV, einen Schornsteinfeger-Werkzeugsatz, ein Notstromaggregat, einen Türöffnungssatz und ein Hygienebord.

Wirtschaftlichste Variante angeschafft

Dass er damit bestens gerüstet ist, bewies der Wagen schon bei einem Verkehrsunfall und zwei Brandeinsätzen. "Wir sind höchst zufrieden, denn mit diesem Fahrzeug konnten wir die Schlagkraft unserer Wehr stärken", zeigte sich Schäfer begeistert. Er begrüßte zu der Einweihung neben Bürgermeister Lothar Bott auch Gemeindebrandinspektor Tobias Tomaschewski, die Ortsbeiräte, die Wehrführer der Ortsteile von Gemünden, von Feldatal, Homberg und Antrifttal sowie den landtagsabgeordneten Thorsten Barneke. Der Fachmann für Retten, Löschen, Bergen und Schützen erläuterte, dass das bisherige Fahrzeug schon 28 Jahre Dienstzeit hinter sich gebracht hatte. "Im Oktober vergangenen Jahres haben wir daher mit der Planung für den Neuen begonnen", erinnerte Tomaschewski. Dabei konnten sich die Gemeinde und die Wehr auf eine Zuwendung seitens der Landesregierung verlassen: Sie kam für das Grundgerüst des Wagens auf. Auch der Förderverein der Feuerwehr beteiligte sich an der Finanzierung. "Unsere Einsätze sind vielfältig", erläuterte Tomaschewski, "daher ist eine entsprechende Ausbildung und Ausstattung nötig. Mit diesem neuen Fahrzeug haben wir ein weiteres Stück Sicherheit erzielt." Er wünsche dem neuen Wagen und seinen Nutzern "allzeit gute Fahrt, wenig Einsätze und eine gesunde Heimkehr".

Diesen Wunsch teilte Bürgermeister Lothar Bott, der zugleich daran erinnerte, dass die letzten Fahrzeuge in der Gemeinde bereits vor 17 Jahren in den Dienst gestellt wurden. Dafür hatte die Gemeinde einen Bedarfs- und Entwicklungsplan fortgeschrieben. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden Schlitz, Ulrichstein und Mücke konnten mehrere der TSF angeschafft werden. Man habe sich dabei für die wirtschaftlichste Variante entschieden, dabei wurde Augenmerk auf Bodenfreiheit gelegt, denn "wir bewegen uns damit auch in unerschlossenem Gelände".

Mit 41 000 Euro beteiligte sich die Gemeinde an dem Wagen, der Feuerwehrverein investierte 9000 Euro. Der Bürgermeister bedankte sich in diesem Zusammenhang für die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein: "Brandschutz scheitert in Gemünden nicht am Geld, darin sind wir uns über alle Gremien hinweg einig."

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