Dreharbeiten für den Weihnachtsfilm mit einer modernen Familie. FOTO: SF
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Dreharbeiten für den Weihnachtsfilm mit einer modernen Familie. FOTO: SF

Weihnachtsfilm statt Krippenspiel

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Sellnrod(sf). Weil das Krippenspiel in diesem Jahr ausfällt, wird in Sellnrod ein Film nach der Weihnachtsgeschichte gedreht. Die Akteure kommen vom Gruppenpfarramt. Nach dem Erklingen der Titelmusik stimmt der Erzähler die Zuschauer ein, und er erläutert, dass die bekannte Handlung diesmal in die Neuzeit übertragen wurde.

Die Schauplätze wurden entsprechend modernisiert und auch die Personen modern ausgestaltet. Mitspieler sind unter anderem ein Junge beim Zocken am PC, ein Vater im Besprechungsraum, eine Tochter im Wohnzimmer mit dem Tablet, während die Mutter und die andere Tochter sich in der Küche zu schaffen machen.

Bis die Familie komplett zusammen ist und den Weihnachtsbaum schmücken kann, kommt es zu einigen interessanten Szenen. Daraus ein Ausschnitt: Mutter: Ehrlich gesagt vermisse ich das, ohne Gottesdienst und Krippenspiel kommt bei mir gar nicht so die rechte Weihnachtsstimmung auf." Der Vater sagt: "Ohne den Gottesdienst ist es nur ein wildes Geschenke auspacken ohne jeden Sinn".

Auch die eigentliche Weihnachtsgeschichte ist in diesem Film anders. Da kommen bei der Herbergssuche in diesem Jahr ganz andere Ausreden und Antworten. Eine alte Frau macht die Tür auf: "Was, Fremde? Wer weiß, was ihr für Krankheiten einschleppt". Sie macht die Tür sofort wieder zu.

Josef und Maria stören Manager

Die Jugendliche haben andere Probleme: "Nicht einmal in den Jugendraum lassen sie uns. Geschlossen, weil man sich nicht treffen darf. Corona! Immer vermiesen sie uns den Spaß!"

Im Besprechungsraum in der Pension haben Josef und Maria einen Platz gefunden. Nach der Geburt des Kindes stehen dann plötzlich vier Manager vor dem Besprechungsraum: "Chef: Wieso ist dieser Raum geschlossen? Wir haben doch den Besprechungsraum für unser Meeting gebucht! Mit Beamer und Leinwand!" Vater: "Es tut mir wirklich leid, aber heute Nacht mussten wir einen Mann mit seiner schwangeren Frau aufnehmen, das war einfach ein Akt der Menschlichkeit."

Der Film ist auch mit Musik hinterlegt, und man hört bekannte Weihnachtslieder wie "O du fröhliche". Die einzelnen Rollen wurden mit Menschen aus Sellnrod, Altenhain und Freienseen besetzt. Das Drehbuch wurde von Pfarrerin Susanne Metzger-Liedtke geschrieben, und die Idee stammt von den beiden Pfarrerinnen Ingrid Volkhardt-Sandori und Susanne Metzger-Liedtke.

Für Aufnahmeleitung, Regie, Schnitt und die Licht- und Spezial-Effekte sind Gustav Werner Emrich und Herbert Kress zuständig. Die gesamte Länge des Weihnachtsfilms wird rund 45 Minuten sein. Wann er wo zu sehen ist, wird noch bekannt gegeben.

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