Auf dem Marktplatz in Alsfeld entstehen derzeit Wasserspiele mit bis zu 1,20 Meter hohen Fontänen. PLAN: OHLSEN/WEICHHOLD
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Auf dem Marktplatz in Alsfeld entstehen derzeit Wasserspiele mit bis zu 1,20 Meter hohen Fontänen. PLAN: OHLSEN/WEICHHOLD

Wasserspaß am Rathaus

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Wasserfontänen auf dem Alsfelder Marktplatz werden im nächsten Sommer für Erfrischung sorgen. Bis Mitte September sollen die Arbeiten an der neuen Attraktion auf der zentralen Fläche abgeschlossen sein. Bis zum Jahresende wird aber vermutlich auf dem Marktplatz weiter gebaut.

Das wäre auch etwas für die zurückliegenden heißen Tage gewesen. Wasserspiele mit Fontänen von 70 Zentimetern und 1,20 Metern Höhe entstehen gerade auf dem Marktplatz Alsfeld. Auf dem großen Geviert mit dem über 100 Jahre alten Basaltpflaster wird es in wenigen Wochen eine erfrischende Spielfläche für Besucher geben.

Das Besondere ist die Überfahrbarkeit der neuen Wasserspiele. Weil der Platz in "normalen Zeiten" intensiv für Wochenmärkte, Konzerte, Feste, Info-Stände und Demonstrationen genutzt wird, sind die Wassersprudler auf Oberflächenniveau angelegt. Eine massive Bodenplatte sorgt dafür, dass Lkw, Stände und Bühnen daran keinen Schaden anrichten. Tobias Diehl von der Bauabteilung der Stadt geht davon aus, dass die Pflasterarbeiten im mittleren Bereich bereits Mitte September angegangen werden. Beim Zeitplan muss man aber immer mit Überraschungen rechnen, betont er.

Aktuell wird die Grube mit dem Technikschacht mit Schotter verfüllt. Wie berichtet, haben die Planer dafür die Vertiefung genutzt, die bislang einen ausrangierten Öltank aufgenommen hat. Der Technikschacht ist 6,50 Meter lang und 3,25 Meter hoch, wie Martin Weichhold von der Planungsgemeinschaft Ohlsen und Weichhold sagt.

Das Bauwerk enthält einen Wassertank und die Pumptechnik. Über Leitungen werden 16 Sprudler angebunden, die Fontänen erzeugen. Der Bereich der Wasserspiele beginnt rund zwei Meter neben der vorhandenen Grube und liegt in der Verlängerung der Obergasse vor dem Eiscafé "La Piazza".

Der Bereich der Wasserspiele ist acht Meter lang und von einer Schlitzrinne umgeben. Die Wassertechnik umfasst auch einen Reinigungsmechanismus. Denn Wasser, das in der Öffentlichkeit sprudelt, muss sauber sein. Das gilt auch bei einem Kreislaufsystem wie dem der neuen Wasserspiele. Wie Diehl erläutert, werden zunächst die Sprudler und die massive Bodenplatte eingebaut. Dann sollen die Arbeiten zur Sanierung des Marktplatzes am Weinhaus entlang in Richtung vorderer Kirchplatz weitergeführt werden. Wie beim bisherigen Bau sind es vor allem die Wasser-, Kanal- und Stromleitungen, die dabei erneuert werden.

Die Arbeiten auf dem Platz sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. "Wir wollen dann so weit wie möglich auf dem vorderen Kirchplatz vorankommen", sagt Diehl. Erst danach soll der Anfang der Obergasse bis zum Schwälmer Brunnen in Angriff genommen werden. Mit dem Baufortschritt ist Diehl zufrieden.

Denn das Graben in historischem Untergrund muss sorgsam geschehen. Das haben die bisherigen Arbeiten gezeigt, bei denen unverhofft Reste eines massiven Fundaments aufgetaucht sind. Vermutlich stammen sie vom alten Rathaus, das bis kurz nach 1500 vor dem heutigen Eiscafé gestanden hat.

"Es gab mehr Funde als gedacht", umschreibt Diehl die bisherigen Erfahrungen mit der Baustelle. Deshalb ist er vorsichtig mit der weiteren Schätzung zum Baufortschritt: "Wir sind zeitlich aber in etwa im Plan."

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