Die alten Kunststoffrohre sind entfernt, das Wasser kann wieder ungehindert fließen. FOTO: PM
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Die alten Kunststoffrohre sind entfernt, das Wasser kann wieder ungehindert fließen. FOTO: PM

Wasser kann wieder ungehindert fließen

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Alsfeld(pm). Schwer ächzt der Kettenbagger, als er die zentnerschweren Betonringe mit einer an der Schaufel befestigten Kette aus dem Boden zieht.

Manch kritischer Betrachter könnte sich fragen, warum eine solch schwere Maschine nah an diese nassen und sensiblen Waldbereiche heranfährt. Vormals waren Quellen gefasst worden, um deren Abfluss zu kanalisieren und auch die Flächen zu drainieren. Im Revier Alsfeld betraf das vier Quellen, die jetzt wieder in einen naturnahen Zustand versetzt werden sollten.

Die Finanzierung wurde durch Gelder aus der Ausgleichsabgabe bei der Unteren Naturschutzbehörde gesichert. Diese waren vom Funktionsbeamten Naturschutz des Forstamtes Romrod, Michael Zohner, beantragt worden. "Dadurch wird es uns ermöglicht, zweckgebundene Naturschutzmittel für Biotopaufwertungen sinnvoll einzusetzen", sagt Zohner weiter.

Kunststoffrohre entfernt

Alsfelds Revierleiter Tobias Behlen hatte im Vorfeld eine Quellenkartierung durchgeführt und zusammen mit Fachleuten deren weitere Behandlung abgestimmt. "Am meisten freut mich, dass wir auf einer Wiese den Quellbereich renaturieren konnten und auch etwa dreißig Meter unterirdisch verlaufende Kunststoffrohre entfernt haben. Jetzt kann das Wasser wieder in einem naturnahen Quellbach fließen", gibt Behlen an.

Durch die Entnahme der Quellfassungen wird es ermöglich, dass angepasste Tier und Pflanzenarten wie Feuersalamander, Bitteres Schaumkraut und Bachbunge wieder ihren natürlichen Lebensraum zurück erobern können.

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