Warum bleiben revolutionäre Bewegungen aus?

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Alsfeld(pm). "Revolutionstheorie und ihre Kritik bei Marx", unter diesem Titel steht die erste Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen in Alsfeld. Dr. Ingo Elbe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, spricht am Dienstag, dem 21. Januar, um 19.30 Uhr Hotel Klingelhöffer zu diesem Thema.

Karl Marx ist über seine wissenschaftliche Tätigkeit der Kritik der politischen Ökonomie auch ein praktischer Politiker, Organisator der Arbeiterbewegung und Verfechter der politischen Revolution gewesen.

Aus marxistischer Sicht wurde und wird unterstellt, dass das Verhältnis der Arbeiterklasse zum Kapitalismus von vorn herein ein rebellisches ist. Bereits in den Schriften der frühen Kritischen Theorie wird diese Position vor dem Hintergrund des Scheiterns der sozialistischen Arbeiterbewegung und des Aufkommens des Faschismus’ in Europa einer grundlegenden Kritik unterzogen.

Marx hat vor allem in seinen früheren Schriften traditionelle geschichtsphilosophische und politökonomische Motive zu einem revolutionstheoretischen Modell entwickelt, das die historische Mission des Proletariats für die Bildung revolutionärer Subjektivität und gelingender Umwälzung des Kapitalismus unterstellt. Während Marx in seiner Tätigkeit für die 1. Internationale seine revolutionären Thesen vertrat, entwickelt er in seinen wissenschaftlichen Arbeiten ein kritisches Verhältnis zum Bewusstsein der Arbeiterklasse in seiner Zeit.

Warum nun bleiben auch heute revolutionäre Bewegungen trotz ökonomischer und politischer Verwerfungen aus und wachsen rechtsnationalistische Bewegungen in Europa an? Und kann das Scheitern von Revolutionen in ihren bisherigen Formen mit Marx erklärt werden?

Dr. Ingo Elbe arbeitet als Privatdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Marx-/Marxismusforschung und zur politischen Philosophie stammen aus seiner Feder. Der Eintritt ist frei.

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