Warten auf Tanklöschfahrzeug

  • vonJutta Schuett-Frank
    schließen

Mücke-Nieder-Ohmen(sf). Zum Jahresrückblick hatte die Feuerwehr dieser Tage eingeladen. Vereinsvorsitzender Ralf Schneidmüller berichtete, dass die Feuerwehr 312 Mitglieder hat, darunter 51 Aktive. Dazu kommen 48 Mitglieder in der Jugendwehr. Leider habe der Familienabend wegen der Renovierung im DGH ausfallen müssen. Er hofft, dass die Veranstaltung 2021 wieder stattfinden kann, so Schneidmüller. Er erinnerte an das Heringsessen im April, das Grillen mit der Jagdgenossenschaft sowie an die eigene Grillfeier und das "Mattekuchenessen". Dieser Termin soll ein fester Bestandteil im Jahreskalender werden. Im Frühjahr und im Herbst wurden die Sinkkästen gereinigt. Die Feuerwehr beteiligte sich mit ihrer Jugendgruppe auch am Weihnachtsmarkt.

Geehrt wurden für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit: Michaela Wißner, Dominik Vollpert, Manuel Henkel, Klaus Gockenbach, Hannelore Gockenbach, Norbert Reitz und Thorsten Schneidmüller und für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Winfried Schudt, Joachim Walther, Wilhelm Seim (entschuldigt), Kurt Schellhaas (entschuldigt), Gerhard Kühnel, Reinhold Wurm (entschuldigt), Helmut Reinhardt, Rainer Becker und Gerhard Nau.

Neu: Kleines Einsatzentgelt

Zu neuen Ehrenmitgliedern wurden Berthold Göttlicher (entschuldigt), Wolfgang Traum, Klaus Gockenbach und Hannelore Gockenbach ernannt. Der stellvertretende Wehrführer Jörg Schneider verwies noch darauf, dass Luci Reinhard kürzlich zur Feuerwehrfrau ernannt wurde.

Der Bericht des Wehrführers Marc Filipp wurde von Stellvertreter Jörg Schneider vorgetragen. Die Feuerwehr wurde 2019 zu 80 Einsätzen alarmiert. Es waren 28 Brandeinsätze und 52 technische Hilfeleistungen. Dazu kamen noch einige Brandsicherheitsdienste, etwa beim Maifeuer und beim Faschingsumzug.

"Während der Einsätze konnten wir 49 leicht, vier schwer Verletzten und vier Personen mit einem medizinischen Notfall helfen. Für drei Personen kam leider jede Hilfe zu spät", so Jörg Schneider.

Johannes Kaus zeigte einen von ihm zusammengestellten Film über die Einsätze, welcher die Belastungen der Aktiven noch einmal verdeutlichte. Die Einsatzabteilung bestand Ende des Jahres aus 45 Einsatzkräften, darunter sechs Frauen. "Zusätzlich unterstützen uns tagsüber zehn Einsatzkräfte aus umliegenden Firmen und die Kameraden der Parker Betriebsfeuerwehr". Von der Jugendfeuerwehr konnte eine Einsatzkraft übernommen werden.

Neben Übungen, Ausbildungen und technischen Diensten am Stützpunkt fanden darüber hinaus noch weitere Übungen statt, etwa mit der Jugendfeuerwehr und der Betriebsfeuerwehr Parker. Es wurden in verschiedenen Gemeinden, in deren Alarmplänen Nieder-Ohmen steht, Übungen oder moderierte Schauübungen absolviert. Weiterhin wurden im Kindergarten eine Brandschutzerziehung sowie eine Räumungsübung abgehalten. Ferner fanden in der Grundschule zwei Räumungsübungen statt, auch gab es eine Feuerlöscher-Unterweisung für das Dorf und am Autohof wurde geübt. Innerhalb der Einsatzabteilung gab es verschiedene Arbeitsgruppen. Etliche Feuerwehrleute besuchten Lehrgänge.

Teure Wartung der Drehleiter

Das neue Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) wurde Anfang 2019 in Dienst gestellt. Der Einsatzleitwagen (ELW) wurde in Zusammenarbeit mit den anderen sieben Kommunen im Verbund beschafft.

Eine Feierstunde mit Übergabe des neuen MTW, des ELW und des TLF ist für Mitte diesen Jahres geplant. Der Anbau des Stützpunktes zählt nun als abgeschlossen. Die Mängel wurden besprochen, Teile davon wurden durch Fachfirmen behoben, andere in Eigenleistung. Es wurde ein neues Betriebssystem für die Abarbeitung und Nachbereitung von Einsätzen angeschafft.

Es gibt nun im Stützpunkt zwei Monitore zur Einsatzvisualisierung. Die Testphase läuft, finanziert wurde alles durch Spenden. In 2020 soll es die Einführung eines Einsatzgeldes wie folgt geben: Einsatz bis zwei Stunden fünf Euro, Einsatz über zwei Stunden zehn Euro. Auch über die Einführung eines Dienstausweises für Aktive wird nachgedacht, gedacht ist an Vergünstigungen in Geschäften.

Rechner Burkhard Reitz unterrichtete über die Einnahmen und Ausgaben. Jens Schneidmüller und Dominik Vollpert bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.

Helmut Beckel vom Gemeindevorstand bedankte sich für die Einsatzbereitschaft. Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser warb für den Besuch der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Mücke unter der Leitung von Burkhard Traum und Reiner Schlosser. Er sprach auch die Kosten von 80 000 Euro für die Zehn-Jahres-Wartung der Drehleiter an. Er hofft, dass es beim immer noch nicht auslieferungsfähigen TLF bald Positives zu berichten gibt. "Die Ausbildung an TLF und den ELW werden das Jahr 2020 prägen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare