Die Wanderer lassen sich von viel Regen nicht schrecken. Hier hat das Wasser einen Kanaldeckel hochgedrückt. FOTO: B: REISS
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Die Wanderer lassen sich von viel Regen nicht schrecken. Hier hat das Wasser einen Kanaldeckel hochgedrückt. FOTO: B: REISS

Wanderer sehen sterbende Wälder

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Homberg(pm). Bei sehr viel Regen wollten unentwegte Wanderer auch bei der vorletzten Veranstaltung der gemeinsamen Wanderwochen der Städte Amöneburg und Homberg dabei sein. Der Geschichte Höingens konnte man noch in einer Schutzhütte zuhören. Dabei erfuhren die Teilnehmer zum Beispiel, warum sich Höingen gern als Festung bezeichnet, das beruht laut Wanderführer Bernd Reiß auf einer wahren Geschichte aus dem Jahre 1866.

Dann ging es entlang des Waldrandes weiter und bei ständigem Regen erklärte Reiß die unterschiedlichen Nutzungsarten des Waldes, so befindet sich oberhalb des "Ritzenloches", einer feuchten Waldwiese, eine große Waldfläche, in der sehr viele Fichten standen, die fast alle von Borkenkäfern befallen waren und die sich ohne Baumrinde deutlich von den wenigen gesunden Fichten abhoben. Der Anblick dieses sterbenden Waldes machte alle Wanderer betroffen.

Bernd Reiß zeigte noch die Stelle, wo gegenüber des "Ritzenloches" bis Anfang des 15. Jahrhunderts das Dorf Wegmanshausen gestanden hat. Es ging dann entlang einer Waldfläche, die durch das Forstamt aus der Bewirtschaftung herausgenommen wurde, es ist eine sogenannte Kernfläche Naturschutz, und die Wanderer gelangten in das Dorfgemeinschafthaus Deckenbach, um sich bei einem kräftigen Imbiss erst einmal zu stärken und etwas aufzuwärmen.

Bei netten Gesprächen verflog die Zeit wie im Nu, und vorbei an den Lamas auf dem Knögelsberg gelangte die Gruppe anschließend auf den Grillplatz am Hochbehälter. Vorher wollten einige der Wanderer aber zunächst einmal die letzten Wildäpfel des Jahres 2019 auf ihren Geschmack hin überprüfen.

Die letzen Wildäpfel probiert

Vorbei ging es nun an der Konradshöhe, einer ehemaligen Straußwirtschaft, idyllisch auf einer Kuppe liegend, und die Gruppe kam nach rund vier Stunden wieder in Höingen an. Man tauschte noch Adressen aus und war schon gespannt, welche Veranstaltungen nächstes Jahr im Rahmen der Amöneburger und Homberger Wanderwochen angeboten werden.

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