Wald- und Trinkwasserschutz neu bewerten

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Vogelsbergkreis(pm). In einem Positionspapier der Landesverbandes Hessen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) zum Bau der A 49 wird festgestellt, dass allein die Politik das Vorhaben stoppen und somit den Wald vor der Rodung bewahren kann.

Die SDW appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene das Vorhaben aufgrund der neuartigen globalen Klimaveränderungen und der größeren gesamtgesellschaftlichen Sensibilität zu überprüfen.

Aber auch der Aspekt der Sicherung der Trinkwassergewinnungsanlagen ist aus SDW-Sicht vor dem Hintergrund des in den letzten Sommern immer wieder auftretenden Verknappung von Trinkwasser neu zu bewerten.

Bezüglich der Ausgleichsregelung von Eingriffen in Natur und Landschaft sowie der Klimaschutzfunktion und der Bedeutung des Waldes für Trink- und Grundwasserschutz vertritt die SDW folgende Positionen: Bereits planfestgestellte Vorhaben sind vor einer Fortsetzung des Vorhabens ebenfalls auf die Kriterien der Nachhaltigkeit hin zu überprüfen. Dabei sind Vorhabens- alternativen besonders auch unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes zu berücksichtigen. Bis dahin greift ein Moratorium. Die SDW fordert einen verursachungsgerechten Ausgleich der Eingriffe in Natur und Landschaft. Einen Hektar hochwertigen Wald durch einen Hektar Neuaufforstung als Ausgleich zu bezeichnen ist eine Missachtung der vielfältigen Funktionen des Waldes.

Wald sollte zudem aufgrund seiner besonderen Bedeutung für die Gesellschaft und den Klimaschutz als zusätzliches Schutzgut in den Prüfkatalog des Planungsrechts aufgenommen.

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