Die Empfänger der Förderpreise an der TU Clausthal zusammen mit Vertretern der Hochschule. FOTO: TU CLAUSTHAL
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Die Empfänger der Förderpreise an der TU Clausthal zusammen mit Vertretern der Hochschule. FOTO: TU CLAUSTHAL

Vorhersage zum Werkstoffverhalten

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Homberg(pm). Die Kamax- Gruppe hat im Rahmen ihrer Kooperation mit der renommierten Technischen Universität Clausthal erstmals Förderpreise für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich der Werkstoff-, Produktions- oder Fertigungstechnik verliehen. Mit den Geldpreisen wurden zwei Masterarbeiten sowie eine Dissertation prämiert. Die Übergabe-Veranstaltung fand entsprechend der aktuellen Covid-19 Vorsorgemaßnahmen als Online-Event statt.

Dr. Stefan Wallmeier, für Technologie verantwortliches Vorstandsmitglied, der Kamax-Gruppe gratulierte den Gewinnern von der Firmenzentrale in Homberg aus und erläuterte: "Ein wichtiger Bestandteil unserer DNA ist es, stets innovativ und zukunftsorientiert zu sein. Nur so können wir unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden und zu den besten Zulieferern der Mobilitätsbranche gehören. Hierfür benötigen wir aber auch die richtigen und gut ausgebildeten Beschäftigten. Daher sehen wir es als unsere Pflicht, junge Menschen, die in ihrer Ausbildung durch herausragende Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben, zu unterstützen und zu fördern!" Besonders zu erwähnen ist, dass bei allen drei prämierten Arbeiten die Relevanz und Eignung für eine Umsetzung in der industriellen Fertigung nachgewiesen ist.

Dr. Wilko Hinrichs-Stark, Werksleiter am Kamax Standort Osterode (am Harz) und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule, gehörte ebenso zu den Online-Gratulanten. Aufseiten der TU Clausthal nahmen Prof. Joachim Schachtner (Präsident), Prof. Wolfgang Maus-Friedrichs, Dr. Volker Wesling und Dr. Henning Wiche an der Veranstaltung teil. Die Hochschul-Vertreter bedankten sich insbesondere für die Bereitschaft in der aktuellen Situation einen Förderpreis neu einzurichten. "Auf der anderen Seite zeigt sich, dass wir insbesondere am Clausthaler Zentrum für Materialtechnik Themenstellungen mit hoher industrieller Relevanz bearbeiten", fasste Volker Wesling weiter zusammen.

Als beste Promotion wurde dabei die Arbeit von Dr. Farzad Foadian ausgezeichnet, in der er eine Multi-Skalen-Simulation des Ziehprozesses bei der Herstellung von Rohren entwickelte. Im Ergebnis ist es dadurch möglich, die Auswirkungen des Werkstoffes, der Ausgangsbedingungen (Eigenspannungen und Texturen) und den Fertigungsparametern auf das Endprodukt vorauszusagen.

So haften Werkstoffe besser

Im Bereich der Masterabschlüsse wurden gleich zwei herausragende Arbeiten prämiert: Maraike Gräbner widmete sich in ihrer Masterarbeit der Eigenschaftsbeeinflussung lichtbogen-additiv gefertigter Probenkörper, zum Beispiel nutzbar für Umformwerkzeuge. Philipp Moritz untersuchte, wie man mittels kalter Plasmen zur Oberflächenaktivierung die Haftfestigkeit zwischen Polymer und Stahl, zum Beispiel für kaltumformbare Sandwichverbunde, erhöhen kann.

Eine Besonderheit war die zunächst virtuelle und dann tatsächliche Überreichung der Geldpreise-Schecks und Urkunden, quasi vom Sitz der Kamax Holding in Homberg nach Clausthal, beziehungsweise zu den Preisträgern nach Hause.

Die Vergabe des Förderpreises soll in Kooperation mit dem Clausthaler Zentrum für Materialtechnik künftig jedes Jahr im Wintersemester stattfinden.

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