Anastasia Dietz und Janik Theiß mit Lehrer Felix Strauß beim Verlegen von Randsteinen in Beton. FOTO: PM
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Anastasia Dietz und Janik Theiß mit Lehrer Felix Strauß beim Verlegen von Randsteinen in Beton. FOTO: PM

Voller Elan für Mensagarten

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Gemeinsam etwas Schönes für die eigene Schule schaffen - mit ihrem Projekt Mensagarten hat die Klasse 9H einen bleibenden Eindruck in der Gesamtschule Mücke hinterlassen. Mit viel Engagement ist ein schöner Pausenbereich entstanden. Und vielleicht gewinnt die Klasse noch einen Preis.

Es wird ein schöner Innenhof mit zwei massiven Sitzgruppen aus Eichenholz, einer naturnahen Treppe mit Stufen aus Rindenmulch und schönen Sträuchern. Mit viel Einsatz von Schülern der 9H entsteht an der Gesamtschule Mücke ein attraktiver Mensagarten. Der verlotterte Bereich vor der Schulcafeteria wurde in den vergangenen Monaten hergerichtet, und wenn die Schüler Glück haben, können sie noch eine Fahrt in eine europäische Großstadt gewinnen.

Lehrer Felix Strauß ist begeistert, denn die Jugendlichen haben trotz der Einschränkungen durch Corona in ihrer freien Zeit mit angepackt. Die einen haben das Holz bearbeitet, andere hingebungsvoll die Pflanzen gesetzt und eine Gruppe kümmert sich um die Dokumentation der Arbeiten per Video. Denn am Ende soll ein Film die Arbeitsschritte wiedergeben, um einen der Hauptpreise zu erringen.

Doch gewonnen haben schon jetzt alle, ist Strauß überzeugt. "Das hat Spaß gemacht", gibt Marcel Martin gerne zu. Er hat sich mit Hingabe um die Gartenarbeit gekümmert. Denn die Fläche im Innenhof war komplett zugewachsen. Mit gekauften und gespendeten Pflanzen ist eine schöne Umgebung für eine Essenpause entstanden.

In Freizeit aktiv

Zuletzt haben die Neuntklässler Anastasia Dietz und Janik Theiß mit Felix Strauß Randsteine in Beton verlegt. Manches ist noch nicht erledigt, aber Strauß ist begeistert über das Engagement der Jugendlichen, die ihre Abschlussprüfungen hinter sich gebracht haben und dennoch immer wieder mit anpacken, um das Bauprojekt erfolgreich abzuschließen.

Denn nach der Corona-Pause mussten sie in ihrer Freizeit anpacken. Lars Scharmann, Joey Sinner, Marcel Martin, Janik Theiß, Anastasia Dietz und einige mehr haben bis zuletzt ihren tatkräftigen Beitrag geleistet. Hintergrund des Projekts ist ein Programm der Firma Würth für Schülergruppen. "Sie wollen junge Leute anregen, selbst handwerklich zu arbeiten", erläutert Lehrer Strauß.

Da passte es gut, dass er schon immer den verwahrlosten Mensagarten auf Vordermann bringen wollte. Gesagt getan, man meldete sich an und die Schüler bekamen als Motivationshilfe einen kleinen Werkzeugkasten mit einer Grundausstattung für die heimische Werkstatt. Das Unternehmen gab 1000 Euro für das Material dazu, den Rest mussten die Mücker Jugendlichen mit Sponsorenhilfe schaffen.

Zunächst kamen Mitarbeiter der Firma Grün und Scherer, um mit einem Bagger schwere Betonplatten aus dem Innenhof zu ziehen und abzufahren. Im Forstbetrieb Schneider erhielt man dicke Eichenbohlen, die für das Treppengeländer und die Sitzgruppen zugeschnitten und gehobelt wurden.

Der Hang wird mit einigen Stufen überwunden, die mit Rindenmulch ausgelegt werden. Damit das weiche Material nicht wegrutscht, wird es mit quer eingesetzten Brettern gesichert. Die Pfosten des Handlaufs und die Sitzgruppen werden einbetoniert. "Dafür waren 1,5 Tonnen Beton nötig", um die Fundamente zu schaffen.

Besonders freut sich Strauß über die Eichenbohlen für die Sitzgruppe. So hochwertiges Holz "hätte sich die Schule nicht leisten können", ist er überzeugt.

Die Jungen und Mädchen haben je nach Vorliebe unterschiedliche Aufgaben übernommen. So war Marcel Martin mit anderen fleißig dabei, das Gelände für das Bepflanzen vorzubereiten. "Es macht mir Spaß, die Gräser heraus zu zupfen", sagt er. Pflanzen wurden gekauft, manche gespendet und eingepflanzt, Sträucher zurückgeschnitten. Ein Steinmetz hat eine Steintafel gespendet, deren Inschrift auf das Projekt verweist. Mit Geräten und hilfreichen Tipps hat das Hausmeisterteam der Schule unterstützt.

Eine Dokumentationsgruppe der Neuntklässler hat die Arbeitsschritte in der Werkstatt und auf dem Gelände in Filmsequenzen festgehalten. Am Ende soll eine Filmdokumentation stehen, die in einem Online-Voting zur Abstimmung gestellt wird.

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